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Startseite » Roman » SCIENCE FICTION » Hammer und Kreuz - Der Hammer des Nordens

SCIENCE FICTION: Hammer und Kreuz - Der Hammer des Nordens

Verlag: Heyne Verlag
Heft-Nummer: 1
Ausgabe: Taschenbuch
Original-Titel: The Hammer And The Cross
Erschienen: 09 / 2001
ISBN: 3-453-15648-X
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Hammer und Kreuz Trilogie #1

Inhalt:
England im Jahre 865. Mehr durch Zufall gerät der gefürchtete Wikingerführer Ragnar Lodbrok in die Gefangenschaft der Engländer. Zufrieden, endlich Rache für zahllose Überfälle nehmen zu können, werfen die Engländer den Wikinger in eine Schlangengrube.
In Skandinavien hat sich derweil eine neue Religionsform entwickelt: der Weg. Die Priester des Weges organisieren ihre Religion um die Götterwelt des Odin, um ein Gegengewicht zum christlichen Glauben zu schaffen. Eine Vision lässt sie einen verwegenen Plan schmieden. Sie lassen die Nachricht vom Tode Ragnars seinen vier Söhnen zukommen, die ihrerseits Rache geloben. Der Angriff auf England beginnt.

Auf der Insel ahnt man bereits, was auf das Volk zukommen könnte. Shef, ein Junge, Sohn einer Engländerin und Vergewaltigungsfrucht eines Wikingers, wird von seinem Stiefvater und seinem Stiefbruder wie der Niedrigste der Niedrigen behandelt. Aber seine Chance kommt. Während der neuerlichen Überfälle der Wikinger wird er von einem Priester des Weges aufgenommen und wird Schmied. Sein Wissensdurst, sein Geschick bringen Shef bald in eine Schlüsselposition der Wikingerhorden. Es gelingt ihm nicht nur neue Angriffstechniken zu vervollkommnen, er lässt auch Wikinger mit freigelassenen englischen Sklaven Seite an Seite kämpfen.

Langsam aber sicher wird Shefs qualvoll erkaufte Vision einer neuen Gesellschaft zu einer Gefahr für die römische Kirche. Der gerissene Papst ruft den ersten Kreuzzug aus. Ein Heer der Franken nimmt den Ruf auf und setzt nach England über.

Meinung:
Die Geschichte wie sie hätte sein können.
Harrison und Holm erschaffen einen neuen Wendepunkt in der menschlichen Geschichte. Der erste Teil der Trilogie ist auf den ersten Blick nicht als Science Fiction erkennbar, zu nah sind die historischen Gegebenheiten an den Fakten. Recht schnell stellen sich jedoch Unterschiede ein.

Die erfundene Religion, der Weg Asgards, aus dem hohen Norden ist gänzlich anders organisiert als die christliche Kirche. Die Priester des Weges sind verpflichtet, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen und müssen gemäß der Gottheit, der sie innerhalb des Weges angehören, einem Beruf nachgehen wie Heiler oder Schmied. Außerdem duldet der Weg keine Sklaven. Alleine diese beiden Details machen den Weg zu einem Feind der Kirche – nicht des Christentums, denn der Weg ist tolerant.

Die Machtverteilung im frühen Mittelalter hatte dem einfachen Volk nicht viel zu bieten. Und eine Kirche beutete sie zusätzlich aus. Der Roman malt ein sehr düsteres Bild dieser machtbesessenen Institution und leider lassen sich die Grundvoraussetzungen dieser Verkommenheit historisch belegen. Warum die katholische Kirche trotzdem ein Erfolgsmodell wurde, ist ein Rätsel.
Sieht man von der gelungenen Geschichte einer alternativen Realität einmal ab, bleibt eine spannende Abenteuergeschichte, die sich stellenweise an den Handlungen alter Hollywood-Streifen wie "Prinz Eisenherz" oder "Die Wikinger" messen lassen kann. Das betrifft jedoch nur die Aufmachung, die Atmosphäre, von der Romantik ist nichts mehr übrig geblieben. Die Gewaltdarstellungen sind eher vergleichbar mit einem "13. Krieger" und borden manchmal zu sehr über. Damit reiht sich der Roman in die Mittelalter-Geschichten ein, die ein absolut menschenverachtendes Bild zeichnen.

Fazit:
Romane über alternative Realitäten sind oft faszinierend. Dies trifft auch hier zu. Ein Machtverlust der katholischen Kirche hätte in jener Zeit der menschlichen Geschichte vielleicht wirklich gut getan.

Bildquelle: Heyne Verlag

[ mn ]


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Autor: Harry Harrison
Co-Autor: John Holm
Übersetzer: Frank Borsch


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