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Startseite » Roman » SCIENCE FICTION » Eden-Trilogie - Winter in Eden

SCIENCE FICTION: Eden-Trilogie - Winter in Eden

Verlag: Goldmann Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Original-Titel: Winter in Eden
Erschienen: 02 / 1992
ISBN: 3-442-41225-0
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Inhalt:
Die Stadt der Yilanè (intelligente Saurierrasse) auf dem Kontinent Gendasi wurde von den Tanu (Menschen) unter der Führung von Kerrick zerstört. Eine Feuersbrunst, von den Tanu entzündet, brannte das Wunderwerk der Yilanè größtenteils bis auf die Erdkruste nieder. Infolge ihrer Unerfahrenheit mit Feuer hatten die Yilanè dem Angriff der Tanu nichts entgegen zu setzen.

Obwohl der Rachefeldzug der Tanu erfolgreich war, fühlt Kerrick keine Genugtuung. Er weiß, jenseits des Ozeans leben noch unzählige ihrer Feinde. Diese hohe Anzahl übertrifft das Vorkommen der Tanu um ein Vielfaches. Kerrick kommt zu dem Schluss, dass ein Überleben der Tanu nur mit Hilfe der Technologie der Yilanè möglich ist. Mit dem Stamm der Sasku, der am Angriff auf die Yilanè-Stadt teilnahm, beschließt er, die Überreste der Stadt für ihre Zwecke zu nutzen.

Derweil wartet Armun, Kerricks Frau, bei den im Norden verbliebenen Tanu-Stämmen auf die Rückkehr ihres Mannes. Von Kind auf wegen ihrer gespaltenen Oberlippe gehänselt, ist sie eine Frau geworden, die sich durchzusetzen weiß. Als die Tanu-Jäger erbost zurückkehren, unter anderem weil Kerrick sich weigerte zwei harmlose Yilanè-Männer zu töten, sinkt ihr Ansehen im Stamm weiter. Obwohl sie im Stamm sicherer wäre und der Winter naht, macht sie sich mit ihrem Sohn und einem von einem Jäger verstoßenen Jungen auf den Weg in den Süden zur zerstörten Stadt der Yilanè. Aber der Winter ist schneller als sie. Bevor die Verzweiflung sie übermannt, stößt sie an der Küste auf einen Paramutan, einem Jäger eines Volksstammes, der weiter als alle anderen Menschen im ewigen Eis des hohen Nordens lebt. Gleichwohl sind die Paramutan nicht nur Überlebenskünstler. Ihre Umwelt hat sie ein hohes Maß an Hilfsbereitschaft gelehrt. So nehmen sie Armun und die beiden Kinder bei sich auf.

Kerrick plagt das schlechte Gewissen. Seine Arbeit in der ehemaligen Yilanè-Stadt hat ihn Armun beinahe vergessen lassen. Durch einen glücklichen Umstand erfährt er, dass seine Frau die Tanu-Stämme verlassen und welchen Weg sie eingeschlagen hat. Mit einem befreundeten Jäger macht er sich auf die Suche nach ihr.

Hoffnung gedeiht auch unter den Yilanè. Die Töchter des Lebens, die erste Religionsform, welche die Yilanè je hervorbrachten, überwinden mit Hilfe einer angesehenen Wissenschaftlerin das Joch ihrer Unterdrückung. Eine große Gruppe von ihnen stiehlt einen Uruketo, ein lebendes Schiff, und macht sich auf den Weg zu einer unbekannten Küste, wo keine Yilanè je vorher gelandet ist. Dort wollen sie endlich in Frieden leben können, ohne Repressalien durch das System ihrer eingefahrenen Kultur fürchten zu müssen.

Vaintè, die Führerin der gefallenen Yilanè-Stadt, bereitet währenddessen ihre Rache vor. Das Ziel lautet: Die zweibeinigen Säugetiere müssen sterben! Ganz gleich, ob sie Tanu, Sasku oder Paramutan sind. Neue biologische Waffen und schnell zuschlagende Jagdtrupps bringen die Menschen immer weiter in Bedrängnis.

Meinung:
Nachdem der Autor mit "Diesseits von Eden" die wichtigsten Grundlagen der Welt vorgestellt hat, steigt er in vorliegendem Roman schneller in die Handlung ein und treibt sie zügig und dicht voran. Doch Harrison ruht sich nicht auf der bereits erstellten Welt aus, sondern reichert sie weiterhin mit Details an. Eine Neuerung sind die Paramutan, deren Äußeres mit Ganzkörperbehaarung und Schwanz eher äffisch ist und deren Lebensweise an die Eskimos erinnert.

Die Geschichte ist diesmal ein Stück weit mehr ein spannender Abenteuerroman in einer phantastischen Welt. Und Harrison lässt seinen Helden, Kerrick, weiterhin lernen. Nämlich, dass die Menschen mehr sind als nur Tanu – stellt er doch mit den Paramutan ein Volk vor, welches gelernt hat, Schiffe zu bauen. Ebenso wichtig sind die Yilanè. Ihre Kultur folgt festen Regeln, die seit tausenden von Jahren bestehen. Umso schwerer wiegt der Zivilisationsbruch, der durch die Religion der Töchter des Lebens entsteht. Wie im ersten Teil der Trilogie möchte man das Buch am liebsten erst nach der letzten Seite wieder weglegen, denn Harrison lässt keine Pausen in der Handlung zu. Wenn es nicht die Handlung ist, die einem am Ball bleiben lässt, ist es die Beschreibung neuer Technologien der Yilanè oder ihrer kulturellen Zwiste.

An dieser Stelle sollen noch die tollen Illustrationen erwähnt werden, die wie im ersten Buch das jeweilige Kapitel einleiten. In bester Schwarzweiß-Technik verschaffen sie einen zusätzlichen Einblick und helfen, dem Film, der beim Lesen im Kopf Gestalt annimmt, Bilder zu verleihen.

Fazit:
Harrison schafft es, die Faszination auch im zweiten Teil der Trilogie aufrecht zu erhalten. Spätestens mit diesem Roman schreit die Geschichte geradezu danach opulent verfilmt zu werden. – Angesichts des Stands der Technik wäre es machbar. Stellt man die Fülle der Einfälle dem entgegen, wäre es allerdings kaum bezahlbar.
(Leider ist auch dieses Buch nicht mehr lieferbar. Tipp: In Antiquariaten danach Ausschau halten.)

[ mn ]


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Autor: Harry Harrison
Übersetzer: Angelika Weidmann


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