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HORROR: Höllenschlund

Verlag: Heyne Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Original-Titel: The Trench
Erschienen: 01 /2001
ISBN: 3-453-17747-9
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Inhalt:
(Fortsetzung zu MEG)
Carcharodon Megalodon, ein urzeitlicher Riesenhai, überlebte die Attacke auf die "Außenweltler" des Marianengrabens nicht. Professor Jonas Taylor konnte das Monstrum im vorhergehenden Roman töten. Aber das Junge des MEG hat überlebt.

Inzwischen ist dieses Junge zu einem 22 Meter langen MEG-Weibchen heran gewachsen und fristet sein Dasein als Show-Objekt in einer abgeschotteten Lagune. So spektakulär und gut besucht die Show auch ist, hinter den Kulissen brodelt es. Die Verwandten der Opfer des ersten MEGs haben die Meeresshow mit einer Millionen-Dollar-Klage in den Bankrott getrieben. Die Rettung brachte der multimillionenschwere Magnat Benedict Singer, der die Schulden beglich und auch das Programm zur Erdbebenvorhersage der Japaner (aus dem 1. Teil) fortführen will. Taylor indessen ist ein vom schlechten Gewissen und Todesahnungen geplagter Mann geworden. Er weiß, der Schlüssel ist das MEG. Anstelle der Befriedigung seines Forscherehrgeizes hätte er das MEG gleich zu Beginn töten sollen, anstatt es fangen zu wollen.

Bevor er die Verantwortlichen zu Verstärkung des Lagunengefängnisses des MEGs drängen kann, bricht Angel, so der Show-Name des leuchtend weißen Giganten, aus. Seine Flucht entlang der pazifischen Küste des nordamerikanischen Kontinents hinterlässt eine Spur aus Zerstörung und Tod.

Derweil soll das Projekt zur Erdbebenvorhersage der Japaner im Marianengraben zügig beendet werden. Der Multimillionär Singer hat die Mannschaft seines riesigen Tiefseetauchbootes fest im Griff, ja, er macht seine eigenen Gesetze, wähnt sich als Herr über Leben und Tod. Amerikanische Geheimdienste sind ihm bereits auf den Fersen, weil sie glauben, dass seine wahren Interessen nichts mit Erdbeben zu tun haben. Aber er versteht es geschickt, seine Ziele zu verschleiern.

Jonas' Frau Terry befindet sich im Auftrag der Japaner an Bord des Tiefseebootes. Sie steckt ihre Nase tief in Dinge, die sie nichts angehen und bleibt dabei nicht unbemerkt.
Jonas selbst, in dessen Alpträumen seine Frau im Marianengraben zu Tode kommt, weiß nicht, wo Terry sich gerade aufhält. Die Jagd auf das Untier hält ihn in Atem. Nichts lässt den riesigen Hai zurück weichen und seine Wut macht seine Kraft scheinbar noch fürchterlicher.

Meinung:
"Der weiße Hai" trifft "Abyss" trifft "James Bonds Supergegner" trifft "Moby Dick". So ähnlich könnte man all die Zutaten des Romans beschreiben. Steve Alten geht in dieser Geschichte über die einfache Monsterhatz hinaus, was auch nötig ist, will er nicht, wie aus der "Weißen Hai"-Reihe bekannt, mit seiner Fortsetzung einen Aufguss seiner ersten Geschichte erzählen.

Gut die Hälfte des Buches beschäftigt sich mit den Geschehnissen im Marianengraben, erinnert bisweilen ein wenig an die Schiffserlebnisse in "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Die Unterwasserwelt und die klaustrophobische Enge bieten eine gute Atmosphäre. Wie auch schon im ersten Buch spielt Alten mit bekannten Elementen. Auch wenn einem als Leser vieles bekannt vorzukommen scheint, wird die Geschichte nicht vorhersehbar und bleibt spannend. Zudem scheint Alten das Schreiben Spaß gemacht zu haben.

Natürlich gibt es Tote in dem Roman und er ist sicherlich nicht für Kinder geeignet, ebenso wenig wie es ein "Weißer Hai" war. Erfreulich aber ist, dass Alten die Schockbeschreibungen seines ersten Romans nicht zu toppen versucht nach dem Motto: "MEG – Jetzt noch blutiger". Er spielt eher mit dem Grauen im Kopf, das sich bei dem Gedanken an einen Schlund mit drei Meter Durchmesser einstellt.

Fazit:
Beibehalten hat Alten eine geradlinige Erzählweise, die wieder stark an den Aufbau eines Films erinnert. Aus der Verfilmung seines ersten Romans ist leider nichts geworden, war doch ein vergleichbarer Film wie "Deep Blue Sea" nicht so erfolgreich an den Kinokassen. Aber die Zeiten ändern sich. Sollte der gute alte Monsterfilm im Kino wieder belebt werden, haben "MEG" und "Höllenschlund" die besten Voraussetzungen gute Vorlagen dafür zu liefern. "Höllenschlund" ist hier übrigens im doppelten Sinne zu verstehen. Nicht nur der Rachen des urzeitlichen Hais ist gemeint, sondern auch eine bestimmte Region im elf Kilometer tiefen Marianengraben. Wer eine solide, gut erzählte und spannende Geschichte lesen will, wird auch mit der Fortsetzung zu "MEG" gut bedient werden.

Bildquelle: Heyne Verlag

[ mn ]


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Autor: Steve Alten
Übersetzer: Bernhard Kleinschmidt


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