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SCIENCE FICTION: AvP: Alien vs. Predator

Ausgabe: Kinofilm
Produktion: 2004
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Ein Satellit im Besitz des Großindustriellen Weyland (Lance Henriksen) ortet in der Antarktis eine Pyramide. Die Überflüge, die bisher stattfanden, zeigten nie ein derartiges Bauwerk. Plötzlich ist es da. Etwas scheint die Wärmeentwicklung innerhalb der Pyramide in Gang gesetzt zu haben. Weyland bleibt nicht mehr viel Zeit, da er todkrank ist. Er hebt in Windeseile eine Expedition aus, um den Ortungen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund zu gehen. Weyland heuert die Expeditionsleiterin Alexa Ross (Sanaa Lathan) an, die anfänglich nur schwer von der Reise zu überzeugen ist.
An ihrem Ziel angekommen, müssen die Expeditionsteilnehmer feststellen, dass schon jemand einen Weg zur Pyramide freigegraben hat, denn das alte Gemäuer befindet sich 600 Meter unter der Eisoberfläche. Während die Gruppe in die Tiefe steigt, landen oben im aufziehenden Sturm drei weitere Ankömmlinge: Predatoren. Die Jäger dezimieren sogleich die an der Oberfläche zurückgebliebenen Hilfstrupps.

Davon ahnen die Männer und Frauen unten nichts. Sie haben die Pyramide entdeckt und haben alsbald einen Raum gefunden, der für rituelle Opferungen benutzt wurde. Die Funde sind merkwürdig, es scheint als seien drei verschiedene Kulturen in diesem Bauwerk vereint. Die mumifizierten Leichnahme auf den Opfersteinen weisen Wunden im Brustkorb auf, die von innen nach außen beigebracht wurden.
Eine Etage tiefer werden die Funde noch ungewöhnlicher. In einem Sarkopharg finden sie drei hochtechnisierte Waffen. Die Entnahme dieser Waffen ist wie ein Startschuss. Die Pyramide schließt sich, in der dunklen Tiefe des Bauwerks produziert eine aufgetaute Alien-Queen Eier. Die ersten Menschen werden infiziert und der Rest der Gruppe tritt die Flucht an. Und eben diese Flucht gestaltet sich zunehmend schwieriger. Nicht nur, dass die Menschen sich mit zwei gegnerischen Parteien auseinandersetzen müssen, Aliens und Predatoren, die inneren Wände der Pyramide verschieben sich in einem zeitlich festgelegten Rhythmus und verwandeln das Gebäude in ein gigantisches Labyrinth.

Schließlich ist die Expeditionstruppe auf drei Teilnehmer geschrumpft: Weyland, Ross und der Archäologe Sebastian de Rosa (Raoul Bova). Ihnen auf den Fersen: ein Predator.

Darauf haben die Fans lange gewartet. Im Spiel und im Comic haben sich die Genre-Lieblinge des öfteren gegenüber gestanden und ihre Kräfte gemessen. Legt man die Comics zugrunde - in denen der Spieler nicht den Ausgang der Geschichte mitbestimmen kann - ist der Schauplatz der Geschichte auffällig anders und läuft auch dem ursprünglichen Auftrittsprinzip des Predators ein wenig entgegen. War das Jagdrevier stets heiß, das Umfeld wild und gewalttätig, verschlägt es den Jäger-Außerirdischen in eine der noch freiesten Regionen unseres Planeten, der Antarktis. Diese hat allerdings den Nachteil, dass sie eiskalt ist. Ein interessanter (und tricktechnisch schöner) Rückblick zeigt zwar, dass die Gegend einst die ursprünglichen Anforderungen erfüllte, Hitze, gleichwohl schufen sie einen sehr bequemen Jagdplatz, indem sie einen festen Jagdplatz schufen und dort die Aliens für ihre Zwecke auf den Schultern einer eigens dafür geschaffenen Kultur züchteten.

Und im Falle des Versagens zündeten die Predatoren ihre Bomben und löschten dabei eine ganze Zivilisation aus. Klingt nicht nach einer sehr glaubwürdigen Geschichte? (Zumindest erklärt es, warum die Predatoren in späteren Jahrhunderten lieber in den Dschungel gingen. So war doch ihre Verlustrate recht groß und jedes Mal eine Zivilisation auszutilgen, wäre wohl zu verschwenderisch.)
Wer will bei einem solchen Film denn Glaubwürdigkeit? Der Film huldigt zwei Monstren des Multimedia-Zeitalters. Er wimmelt nur so von Anspielungen, bedient sich munter an den verschiedensten anderen Filmen. Das Grundprinzip der zehn kleinen Negerlein, die, gemäß des Kinderliedes, einer nach dem anderen über die Klinge springen, ist nur eines der bekannten Versatzstücke. Außerdem macht diese Form des Aufbaus die Handlung sehr vorhersehbar.

Einige Anspielungen entdeckt man als Fan mit einem Augenzwinkern. Lance Henriksen (Weyland), der als Android Bishop sein Debüt im Alien-Universum hinlegte, darf hier mit einem Kugelschreiber seine alte Messernummer aus Aliens wiederholen. Sanaa Lathan (Alexa Ross) geht zum Ende hin gemeinsam mit einem Predatoren auf die Jagd und wird, wie im Comic, von ihm mit dem typischen Jagdzeichen bedacht: den Säurestrichen auf der blanken Haut. Darüber hinaus geben sich hier einige Genre-bekannte Schauspieler die Ehre: Lance Henriksen (Aliens), Sanaa Lathan (Blade), Colin Salmon (Resident Evil) sowie Tommy Flanagan, der in den Historienfilmen "Gladiator" und der TV-Verfilmung "Attila" auftrat.
Das veränderte Gesicht des Predatoren ist nicht so gelungen, aber Monster-Design ist Geschmackssache. Das Äußere ist perfekt gemacht. - Drehberichte über Special Effects, die bereits vor der Premiere im Internet veröffentlicht wurden, zeigen beeindruckend, wie viel Arbeit allein in den Masken steckt, wie viel Perfektion die Puppenspieler an den Tag gelegt haben. Auch über die restlichen SFX lässt sich nicht meckern, allenfalls, dass sie nichts weltbewegend Neues bringen. Es ist allerdings auch kein handwerkliches Neuland betreten worden. Man muss den Machern zugute halten, dass es einerseits solide ist und andererseits auch eine Geschichte, die auf Nummer Sicher geht und somit keine Herausforderungen bietet.

Was bleibt, ist eine solide Fan-Unterhaltung, freilich etwas kurz - Besucher, die sich eine große Popcorn-Packung mitnehmen, müssen sich ranhalten - technisch in Ordnung, kein Meilenstein, aber ausreichend, um die Zeit bis "Predator 3" und "Alien 5" zu überbrücken.

[ mn ]


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AvP: Alien vs. Predator


 Geschichte
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: Anderson. Paul W. S.
Kamera: Partridge, Keith
Musik: Kloser, Harald
Darsteller: Henrikson, Lance
Lathan, Sanaa
Bova, Raoul
Salmon, Colin


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