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Startseite » Film » SCIENCE FICTION » Starship Troopers

SCIENCE FICTION: Starship Troopers

Ausgabe: Kinofilm
Produktion: 1997

Inhalt:
Die Zeit der Schule ist vorüber. Nach dem ersten Krieg gegen die Bugs, bei dem Washington zerstört wurde, ist die Armee bei den Zivilisten zwar nicht beliebt, aber das Militär ist die oberste Instanz des Planeten Erde. Das geht so weit, das ehemalige Militärangehörige schneller eine Lizenz erhalten, wenn sie Kinder bekommen möchten.

Johnny Rico folgt dem Beispiel seiner Freundin Carmen und meldet sich zum zweijährigen Dienst beim Militär. Im Gegensatz zu ihr sind seine schulischen Noten für eine Laufbahn in einer der besseren Truppenteile nicht gut genug. Carmen beginnt ihren Dienst bei der Navy, Rico landet bei der mobilen Infantry. Dizzy, eine junge Frau, die schon in der Schule auf Rico stand, folgt ihm zur Infantry. Die ersten Tiefschläge für Rico äußern sich in der Tatsache, dass Carmen sich für eine Berufslaufbahn beim Militär entscheidet. Angesichts dessen scheint es aussichtslos, dass sie je wieder zusammen kommen. Außerdem kommt durch Ricos Nachlässigkeit ein Rekrut während der Ausbildung ums Leben. Als er sich entscheidet, das Militär wieder zu verlassen, greifen die Bugs mit einem Meteor erneut die Erde an. Buenos Aires, Ricos Heimatstadt, wird vollkommen vernichtet. Wieder ist Krieg und die Rekruten erwarteten ihren ersten Kampfeinsatz.

Die Militärführung beschließt einen Gegenschlag auf den zentralen Planeten der Bugs. Eine riesige Invasionsflotte setzt sich in Bewegung, Truppen der mobilen Infantry werden auf den Planeten herunter geflogen. Doch was als Spaziergang in Sachen Kriegsführung propagiert wurde, entwickelt sich zum Desaster. Gezieltes Abwehrfeuer der Bugs schießt die Truppentransporter aus der Umlaufbahn des Planeten und eine gewaltige Übermacht erwartet die Soldaten auf der Oberfläche. Zehntausende verlieren ihr Leben.

Die Menschen müssen erkennen, dass die Bugs nicht so dumm sind, wie sie es bisher angenommen hatten und nach wie vor gerne hätten. Man vermutet die Existenz einer führenden Denkerkaste bei den Bugs, denn anders ist das generalstabsmäßige Vorgehen dieser Tiere nicht zu erklären.
In der Zwischenzeit erhält Carmen die Falschinformation, Rico sei gefallen. In Wahrheit wird er mit einigen Kameraden, die das Massaker auf dem Heimatplaneten der Bugs überlebten, einer neuen Einheit zugewiesen. Ihr Auftrag: Alle Randsysteme des Bugplaneten sollen gesäubert und ein denkender Anführer der Insekten, der Brainbug, gefangen werden.

Meinung:
Regisseur Paul Verhoeven war noch nie dafür bekannt, dass er Themen auf die Leinwand bringt, die zart besaiteten Gemütern Vergnügen bereiten. Flesh and Blood, Robocop und Basic Instinct sind nur einige Beispiele. Seine Arbeiten sorgten häufig für Aufsehen, sei es Robocop wegen seiner Brutalität, Basic Instinct wegen der unterschwelligen Anti-Einstellung gegen Homosexuelle und nicht zuletzt Showgirls wegen seiner absolut grottenschlechten Handlung.
Starship Troopers musste sich wegen seiner Buchvorlage von Robert A. Heinlein den Vorwurf eines faschistoiden Ansatzes gefallen lassen.

Wer sich den Film genauer betrachtet, muss allerdings die Satire entdecken, die sich quer durch den ganzen Film zieht. Gerade der Beginn macht den Eindruck eines Ablegers von Beverly Hills 90210 oder Melrose Place, was noch verstärkt wird durch den schauspielerischen Auftritt von Patrick Muldoon (Zander Barcalow), der in Melrose mitspielte und nun an der Seite von Denise Richards (Carmen Ibanez) auftritt. Ein simpler Kuss in der Öffentlichkeit wird als anstößig empfunden, Kindern in Werbespots den Umgang mit Waffen näher zu bringen, ist hingegen völlig normal.

Technisch gesehen setzte Starship Troopers mit seinen Bug Massenszenen nach Jurassic Park einen weiteren Meilenstein. Massenaufläufe hunderter vom Computer generierter künstlicher Wesen hatte man vorher in dieser Perfektion noch nicht gesehen. Was inzwischen zu einer Standard-Angelegenheit in Filmen dieser Art geworden ist, kann immer noch begeistern. Das Design der Bugs ist gewöhnungsbedürftig, da es an Insekten angelehnt ist und doch eigene Ansätze verfolgt, aber das ist die künstlerische Freiheit der Macher.
Die Schauspieler tun ihr Bestes, um nicht gegen die Masse der Special Effects unter zu gehen. Das gelingt ihnen. Gegen die Einfachheit des Plots kommen sie jedoch nicht an. Das ist letztlich auch der einzige Vorwurf, den sich Starship Troopers gefallen lassen muss. Vorausgesetzt allerdings man erwartet keine so genannte Military Science Fiction, denn dann trifft der Film genau ins Schwarze. Diese Art der Geschichten, die eine Mixtur aus Vietnam-Drama und Western darstellen, glorifizieren ihre Hautfiguren, gönnen ihnen nichts, lassen sie sterben und überleben. Diese Einfachheit findet sich auch in Filmen wie Platoon oder Der längste Tag, nur fällt sie dort vor dem realen Hintergrund nicht auf.

Die Besetzung ist durchaus gelungen. Casper Van Dien (Johnny Rico), der sich mit seiner Darstellung des Tarzan eher blamierte, weiß als Rico zu gefallen, ebenso Denise Richards, die in nahezu jedem ihrer Filme ihre erotische Ausstrahlung zum Ausdruck bringen darf und spätestens seit Wild Things auch weniger interessierten Kinogängern bekannt sein dürfte.
In kleineren Rollen, sozusagen als Gegengewicht zu den jungen Schauspielern finden sich Clancy Brown als Ausbilder Zim, bekannt aus Highlander und Earth 2, und das gute, alte, fiese Knautschgesicht Michael Ironside als Lt. Rasczak, der mit filmischen Einsätzen in Highlander 2, V – Die Außerirdischen und Total Recall über reichlich Genre-Erfahrung verfügt.

Fazit: Military-SF vom Feinsten. Was Aliens vormachte, toppt Starship Troopers um ein Vielfaches. Technisch perfekt, aber sehr brutal. Genre-Fans kommen an dem Film nicht vorbei. Völlig zu Recht war Starship Troopers im Kino sehr erfolgreich.

[ mn ]


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Regie: Verhoeven, Paul
Darsteller: Van Dien, Casper
Richards, Denise
Meyer, Dina
Brown, Clancy


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