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Startseite » Film » HORROR » Frankensteins Sohn (1939)

HORROR: Frankensteins Sohn (1939)

Ausgabe: DVD
Produktion: 1939
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Baron Wolf von Frankenstein (Basil Rathbone) kehrt mit seiner Frau Elsa (Josephine Hutchinson) und seinem Sohn an den Ort seiner Familie zurück. Die Heimkehr in den Ort gleichen Namens fällt sehr unfreundlich aus. Die Einwohner freuen sich nicht über die Anwesenheit eines Frankensteins im Ort, eine Lieferung mit wissenschaftlichen Utensilien bewerfen sie gar mit faulem Gemüse. Zu tief sitzt noch die Angst vor dem Monster, das vom Vater des Barons geschaffen wurde. Die Einwohner glauben immer noch, dass das Monster weiterhin sein Unwesen treibt.
Wolf von Frankenstein weigert sich, diesen Aberglauben zu teilen. Als der Bürgermeister ihm einen Kasten übergibt mit sämtlichen wissenschaftlichen Aufzeichnungen seines Vaters, steigert das zwar seine Neugier, aber er glaubt immer noch nicht an die angeblichen Untaten seines Vaters. Ein Ausflug führt ihn zu den Ruinen des Turms, wo sein Vater seine Experimente durchführte. Dort begegnet er Ygor (Bela Lugosi).

Ygor, der den Tod am Galgen zwar überlebte, aber seine Untaten mit einem gebrochenen Genick bezahlte, zeigt dem Baron etwas Ungeheuerliches. In einer Gruft, wo bereits Vater und Großvater bestattet sind, liegt auch das Monster. Zutiefst betroffen bemerkt der Baron, dass das Monster zwar schwach jedoch am Leben ist. Ygor erklärt, ein Blitz habe die Kreatur getroffen. Seither sei es krank.
Der Baron erklärt sich in seiner Eigenschaft als Arzt dazu bereit, die Kreatur zu heilen. Ygor freut sich, denn er hat mit der Kreatur seine eigenen Pläne.

Der Charme der beiden Vorläuferfilme (Frankenstein, Frankensteins Braut) ist hier etwas verloren gegangen. Es wirkt nicht mehr so bedrohlich, selbst die unterschwellige Komik des direkten Vorgängers fehlt. So bleibt der Film auf der ganzen Linie ein wenig unentschlossen. Andererseits ist es ein würdiger Abschluss einer Trilogie, die auch das Schicksal des Monsters besiegelt.

Sehr erfreulich ist, dass der Sohn Frankensteins ein Pragmatiker ist, der seine Forschungen an dem verletzten Monster sehr streng verfolgt und dabei relativ leidenschaftslos bleibt. Seine Ergebnisse laufen sämtlichen menschlichen Körperfunktionen zuwider. Diese kleinen Anekdoten heben das Thema wieder auf eine neue Ebene, verstärken die Abnormität der Kreatur aber auch seine dämonische Seite: Im Herzen des Monsters stecken zwei Kugeln, aber sie töten es nicht. Was ziemlich ruhig und vergleichsweise unspannend, aber nicht uninteressant beginnt, gewinnt mit der Wiedererweckung der Kreatur erneut.
Natürlich weiß (oder ahnt) der Zuschauer eher als der Baron, dass die Erweckung gelungen ist. Ab jetzt heißt es abzuwarten. Die Gespräche der Akteure in solch einer Situation erscheinen stets überflüssig. Man fragt sich als Zuschauer, wann das Monster endlich erscheint. Wie Schrecken entstehen kann, zeigt sich, wenn der Sohn des Barons berichtet, ein Riese habe ihn geweckt und am Arm festgehalten.

Faszinierend ist auch die Spiegelszene, in der die Kreatur ihren eigenen Anblick nicht erträgt. Hier findet sich ein vortreffliches Beispiel, wie eine wichtige Szene ohne jeglichen Dialog auskommen kann. Trotzdem versteht man absolut die Aussage.

Der Cineast wird bemerken, dass zwei Größen ihrer Zeit sich hier ein Stelldichein geben. Bela Lugosi muss kaum vorgestellt werden. Als Ygor erreicht er nicht mehr die darstellerische Kraft, die er einst als Dracula verkörperte, aber er gibt eine sehr gute Vorstellung als ehemaliger Delinquent.
Basil Rathbone (Baron Frankenstein) war ein sehr bekannter Darsteller. Seine Auftritte als Sherlock Holmes sind zahlreich. Man sah ihn als Gegenspieler von Zorro und Robin Hood. Seine große Zeit lag in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Trotz einiger Schwächen ist dieser Film ein Muss für echte Gruselfans.

[ mn ]


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Frankensteins Sohn (1939)


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 Erotik


Regie: Lee, Rowland V.
Kamera: Robinson, George
Musik: Skinner, Frank
Darsteller: Rathbone, Basil
Karloff, Boris
Lugosi, Bela
Atwill, Lionell


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