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Startseite » Film » HORROR » Das Ding aus einer anderen Welt (1982)

HORROR: Das Ding aus einer anderen Welt (1982)

Ausgabe: Kinofilm
Produktion: 1982

Inhalt:
Auf einer amerikanischen Antarktis-Station geht alles seinen gewohnt langweiligen Gang. Als die ersten Schüsse fallen, machen sich alle Amerikaner auf den Weg nach draußen, um nachzuschauen. Ein fremder Helikopter jagt hinter einem Schlittenhund her. Einer der Insassen schießt auf das Tier, wirft mit Granaten nach ihm. Die Jagd verläuft allerdings viel zu panisch. Bei der Landung sprengen die Verfolger ihren eigenen Hubschrauber in die Luft, der verbliebene Jäger wird von den Amerikanern niedergestreckt. Einzig der verfolgte Hund kommt ungeschoren davon.
Die Amerikaner um den Hubschrauberpiloten MacReady fragen sich, was in die Norweger von der benachbarten Station gefahren ist. Bei ihren Erkundungen dort finden sie nur zerstörte Behausungen und seltsam deformierte Leichen vor. Sie bergen alles, was intakt und noch wichtig sein könnte, sogar eine der Leichen nehmen sie mit.
Noch ratlos von den Vorgängen und den Funden wird der Hund abends in den Zwinger zu den anderen Schlittenhunden gesperrt. In der Nacht beginnt sich das Tier in etwas völlig anderes zu verwandeln. Da es eine Bedrohung darstellt und die Männer sich nicht anders zu helfen wissen, gehen sie mit dem Flammenwerfer gegen das Tier vor - und finden so eine Erklärung für die verbrannten Leichen auf der norwegischen Station.

Videoaufnahmen geben Aufschluss darüber, dass die Norweger irgendetwas im ewigen Eis gefunden haben. Die Amerikaner forschen selber nach und finden die Absturzstelle eines außerirdischen Flugkörpers und unweit davon ein Loch, aus dem die Norweger anscheinend sogar einen Körper geborgen haben. Beide Funde müssen hunderte, wenn nicht sogar tausende von Jahren alt sein.
Und was immer es ist, etwas davon hat überlebt, wahrscheinlich eine Zellenart, die wie ein Virus in andere Organismen eindringt und sie versucht umzuformen. Leider entwickeln befallene Organismen auch einen Selbstschutz-Instinkt. Dieser Instinkt zwingt die fremde Intelligenz alles zu tun, um zu überleben.

Leider ist es für andere nicht ersichtlich, ob jemand befallen ist, oder nicht. Einzig ein Bluttest scheint für eine sichere Prognose gut zu sein, aber da die Betroffenen ungern durch einen Test erfahren würden, dass sie infiziert sind, sperren sich selbst die Gesunden gegen den Test. Das Misstrauen unter den Männern wächst von Stunde zu Stunde.

Meinung:
Das Original von Howard Hawks ("The Thing"), eine Schwarzweiß-Version von 1951 mit James Arness (später bekannt als Marshall Dillon in "Rauchende Colts") in der Titelrolle hat nur noch sehr wenig mit dem Remake von John Carpenter gemein.
Während das Ding in der alten Fassung noch Blut sammelte, um seinen Nachwuchs aufzuziehen, was für die damalige Zeit schon purer Horror war, setzte das Ding in der Fassung von Carpenter auf blanken Splatter. Die Special Effects- und Makeup-Profis haben hier alle Hände voll zu tun. Da das Ding nicht als Ding in Form eines einzelnen Schauspielers auftritt, übernehmen die Arbeiten der FX-Spezialisten diese Rolle.

John Carpenter wäre aber nicht der Regisseur, der "The Fog" und "Halloween" kreiert hat, wenn er nur auf billige Art und Weise auf Effekte setzen würde. Hier sind die diversen Szenen, in denen sich das Ding zeigt, schockierende Auswüchse, zum Teil geschickt in Licht und Schatten getaucht und mit grausam anmutenden Tönen untermalt. Doch sind diese Effekte vorüber, gibt es eine Annäherung an die Originalversion, an die düstere Atmosphäre, die hier zusätzlich durch das Misstrauen der Männer genährt wird. Ein wichtiger Aspekt der Geschichte an sich ist eine Art von Kammerspiel. Es ist eine begrenzte Menge von Menschen und ein eng umrissener Ort, an dem sich alles abspielt. Eine Flucht ist unmöglich, ja, kann nicht einmal gestattet werden, da sich das außerirdische Monster ausbreiten würde.
Diese Form des Aufbaus ist oft kopiert worden, seien es Szenarien mit unheimlichen Serienmördern oder mit Monstren anderer Gestalt. Unerreicht in dieser Form bleibt die Version von John Carpenter, der mit seinem Remake zweifellos dem Original den Rang abläuft.
Auch ist die Geschichte der Star. Alle beteiligten Schauspieler ordnen sich dem unter, keinem ist es vergönnt, sich in den Vordergrund zu drängen. Eine Ursache dafür mag auch das gute Drehbuch sein. Es gibt Szenen, da denkt sich der Betrachter, dass die Akteure nun etwas sagen müssten. Fakt ist, der Zuschauer ist es gewöhnt, dass Filmcharaktere zu viel dummes Zeug reden und das häufig auch noch im falschen Augenblick. Die Charaktere dieser Geschichte sind in verschiedenen Situationen einfach sprachlos, manches äußert sich in Blicken, Gesten oder der Mimik der Beteiligten und das hebt den Film auch weit über das hinaus, was einige B-Movies so erbarmungswürdig nachzuahmen versuchen.

Das soll jedoch die schauspielerische Leistung der Darsteller nicht schmälern. Sie ist ohne Frage gut, aber auch ein Beispiel, dass es keiner Stars bedarf, nur guter Schauspieler, um einen guten Film zu machen - sieht man einmal von Kurt Russell ab.

Fazit: John Carpenters Film um das "Ding aus einer anderen Welt" von 1982 ist ein moderner Horrorfilm-Klassiker, der sich selbst nach dieser langen Zeit technisch und atmosphärisch nicht hinter neueren Filmen des Genres verstecken muss, ganz im Gegenteil. Als Vorreiter bleibt er in weiten Teilen immer noch unerreicht.

Bildquelle: Universal

[ mn ]


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Das Ding aus einer anderen Welt (1982)


 Geschichte
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: Carpenter, John
Kamera: Cundey, Dean
Musik: Morricone, Ennio
Darsteller: Russell, Kurt
Brimley, Wilford
Carter, T. K.
Clennon, David


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