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HISTORIE: Cleopatra (1963)

Ausgabe: DVD
Produktion: 1963
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Die Schlacht ist vorüber. Römer kämpften gegen Römer. Julius Cäsar, der Sieger, konnte nicht verhindern, dass Pompeius, sein einstiger Freund und Schwiegersohn, floh. Cäsar will es endlich zu Ende bringen. Er folgt Pompeius nach Ägypten. Dort gelingt es ihm aber nicht, den Widersacher gefangen zu nehmen, vielmehr präsentieren ihm die Ägypter den Kopf des Pompeius. Bei aller Feindschaft hat Cäsar dieses schmachvolle Ende für den ebenbürtigen Gegner nicht gewollt.

Das Ägypten dieser Tage ist ein Schlangennest. Königin Cleopatra wurde verjagt. An ihrer Stelle wurde ihr kleiner, unmündiger Bruder Ptolemäus auf den Thron gehoben und an seiner Statt regiert der mächtige Eunuch Potinus. Potinus wollte sich durch den Mord an Pompeius des Wohlwollens Cäsars versichern.

Die Römer quartieren sich trotz der unsicheren Lage im königlichen Palast in Alexandria ein. Nächtens, nach einer Lagebesprechung mit seinen Offizieren, schleicht sich Cleopatra in den Palast ein und mit weiblichem Charme und königlichem Auftreten zieht sie den alternden Feldherrn in ihren Bann. Es kommt, wie es kommen muss. Cäsar ordnet die Verhältnisse in Ägypten neu. Ptloemäus und seine Hinterleute werden abgesetzt. Cleopatra wird die wieder erstarkte Königin von Roms Gnaden. Die ägyptische Königin könnte zufrieden sein, doch hat sie weitaus höhere Ziele. Und Cäsar ist für sie nicht nur wegen seiner politischen Macht begehrenswert. Sie verliebt sich in Cäsar. Dieser gibt entgegen all seiner Erfahrung nach. Beide zeugen einen Sohn. Doch die Zeit verfliegt, und Cäsar muss nach Rom zurück, um dort seine Machtposition zu sichern. Gerüchte seiner Romanze mit der ägyptischen Königin eilen ihm voraus.

Während seiner Abwesenheit von Ägypten bringt Cleopatra einen Sohn zur Welt. Dieses Kind ist für alle Beteiligten gefährlich, ist es doch ein möglicher Nachfolger Cäsars. Und kein Römer, der in diesen Tagen nach der Macht strebt, wird einen ägyptischen Bastard dulden.
In Rom lässt sich Cäsar täuschen. Der Senat ernennt ihn zum Diktator auf Lebenszeit. Obwohl der Titel Macht verspricht, ist er nichts als eine Farce. Jede seiner Entscheidungen bedarf der Zustimmung des Senats. Aber Cäsar will mehr. Dieser Ehrgeiz beschwört ein Gespenst herauf, welches jeder Römer zugleich hasst und fürchtet: die Königswürde. Während eines triumphalen Besuches Cleopatras, eröffnet der Senat Cäsar die Möglichkeit, König zu werden – aber nur von Provinzen außerhalb von Rom und Italien.
Einer von Cäsars engsten Vertrauten, Marcus Antonius, und Cleopatra selbst drängen den alten Feldherrn, das Angebot anzunehmen. Die Macht könne Schritt für Schritt erlangt werden.

Niemand rechnet mit der eigentlichen Intrige unter den Senatoren, deren teuflischer Plan an den Iden des März ausgeführt werden soll. Cäsar muss sterben. Auch Marcus Antonius kann seine Ausführung nicht verhindern. Cleopatra bleibt keine Wahl, als Rom nächtens zu verlassen, will sie nicht Gefahr laufen, ebenfalls zu sterben.
Antonius jagt die Mörder seines Mentors. In einer letzten Schlacht fällt der Meuchelmörder Marcus Brutus. Ein neues Bündnis bildet sich, an dessen Spitze Antonius und Cäsars Adoptivsohn Octavian stehen. Antonius bekommt den Osten des römischen Reiches zugesprochen. Das bringt ihn in die Nähe Cleopatras. Was anfänglich wie ein Spiel der beiden ist, wird schließlich Liebe, eine Liebe, die beiden zum Verhängnis werden wird. Denn in Rom baut Octavian seine Macht weiter aus. Selbst ein kurzzeitiges Zweckbündnis zwischen Antonius und Octavian, gestützt auf Antonius’ Heirat mit Octavians Schwester, kann die Tragödie nicht verhindern.

Octavian muss gegen Antonius und Cleopatra zu Felde ziehen, will er nicht einst im Osten mit Cäsars leiblichem Sohn einen Gegner haben, dessen Macht sich aus der Legende seines Vaters zieht.

Meinung
Dieser Monumentalfilm mit den beiden Hauptakteuren Elisabeth Taylor (Cleopatra) und Richard Burton (Marcus Antonius) ist zu Recht ein Klassiker. 1963 entstanden, hat dieser Film in beinahe jeder Szene theatralische Ansätze. Die wenigen Schlacht- oder Massenszenen können nicht darüber hinweg täuschen, dass gerade die Interaktion der Hauptfiguren den Film ausmacht. Rex Harrison (Cäsar) verkörpert den alten Cäsar, einen eleganten, gebildeten und erfahrenen Feldherrn, der seine Macht auf erfolgreiches Taktieren zurückführt und der im letzten Teil seines Lebens die Frau trifft, die einerseits der Höhepunkt sein wird und andererseits durch ihren Ehrgeiz den seinen noch übertrifft und somit zu seinem Untergang wird.

Elisabeth Taylor spielt eine erwachsene Frau, die ihre Reize sehr wohl einzusetzen weiß und auch nicht damit geizt. Einerseits ist die Intrige und Skrupellosigkeit in Person, andererseits ist sie ganz Frau, die sich einfach nur hingeben will. Liz Taylor spielt souverän eine Frau, die auf eine lange historische Linie ihres Landes zurücksehen kann und die von einer neuen glorreichen Zukunft träumt.

Die Machtspiele, die sich dem Betrachter eröffnen, immer vor dem Hintergrund der Liebe zwischen Cäsar und Cleopatra sowie Cleopatra und Antonius, stehen denen heutiger Tage in nichts nach. Sie sind sogar noch weitgreifender. Provinzen werden hier jongliert, Schicksale entschieden in Augenblicken, ohne Zögern. Wo auf professionelle Weise Politik betrieben und Machtstreben verfolgt, versagen die Charaktere in der Liebe.
Cleopatra gibt sich selbst den Ratschlag, sich nicht von der Liebe beherrschen zu lassen, weil ein jeder, der diesen Pfad beschreite, verloren sein. Wer sich auf dem Parkett der Macht bewegt, für den mag das zutreffen, denn Macht macht einsam.

Filmhistorisch betrachtet ist dieser Film natürlich noch ein weiterer Augenschmaus aus zweierlei Gründen. Die Ausstattung ist phantastisch. Als Beispiel mag Cleopatras Einzug in Rom gelten, dessen Szenerie hier geradezu zelebriert wird. Der andere Aspekt ist die Beziehung zwischen Taylor und Burton, die auch im richtigen Leben ein Paar waren. Der Spruch "Sie liebten und sie hassten sich." scheint für dieses Paar erfunden worden zu sein und so manche Szene, sei sie nun leidenschaftlich oder streiterisch gespielt, zeigt ein ums andere Mal die Vertrautheit der beiden Schauspieler.

Cleopatra ist für jeden Cineasten immer noch ein Muss!

[ mn ]


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Cleopatra (1963)


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 Humor
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 Erotik


Regie: Mankiewicz, Joseph L.
Darsteller: Taylor, Elisabeth
Harrison, Rex
Burton, Richard
McDowall, Roddy


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