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HISTORIE: Prinz Eisenherz (1954)

Ausgabe: Video
Produktion: 1954
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Inhalt:
Die Familie von König Aguar lebt im Exil fernab ihres Herrschaftsbereiches Thule. Der König setzt große Hoffnungen auf seinen Sohn Eisenherz, der ihn einmal beerben soll. Ein treuer Vasall des Königs, Boltar, bringt schlechte Kunde aus der Heimat. Jene, die den König stürzten, sind immer noch an der Macht und machen Jagd auf die Christen unter Wikingern, zu denen auch des Königs Familie gehört. Aguar will seinem Sohn das nötige Rüstzeug mitgeben, um später die Konfrontation mit den Feinden zu bestehen. So schickt er ihn gen Camelot, zum Regierungssitz des christlichen Königs Artus, der Aguars Familie in England Asyl gewährt. Eisenherz soll Ritter werden.

Auf seiner Reise besteht der junge Mann sein erstes Abenteuer. An der Küste beobachtet er die Zusammenkunft eines schwarzen Ritters mit einigen Wikingern. Als er von ihnen entdeckt wird, machen sie prompt Jagd auf ihn. Nur knapp kann Prinz Eisenherz den Verfolgern entkommen. Eine glückliche Fügung lässt ihn (auf) Ritter Gawain treffen, der ihn mit nach Camelot nimmt. Die Nachricht über den schwarzen Ritter löst Aufregung unter den Rittern der Tafelrunde aus. Ritter Brack zeigt sich besonders neugierig und möchte von Eisenherz wissen, wo dessen Reise ihren Anfang nahm. Eisenherz schweigt. Zwar kommt König Artus Eisenherz’ Bitte nicht nach, ihn zum Ritter zu schlagen, so nimmt in doch Ritter Gawain als Knappe in seinen Diensten auf.

Entgegen der Erlaubnis seines Herren Gawain begleitet Eisenherz Ritter Brack, um ihm die Stelle zu zeigen, wo er den schwarzen Ritter sichtete. Bald schon werden sie an der Küste getrennt. Schnell sieht sich der Prinz erneut Bewaffneten gegenüber. Mit einem Pfeil im Rücken entkommt er, nur um am Hofe des Königs von Orth wieder zu erwachen, wo sich Prinzessin Aleta fürsorglich um den jungen Wikinger kümmert. Eisenherz genießt die Genesungszeit und verliebt sich in die bildschöne Prinzessin, die ihm ihrerseits ihr Herz schenkt.
Aber die Ruhe währt nicht lange. Ritter Brack erscheint in Orth und kann sich Eisenherz’ Begegnung mit den Wegelagerern nicht erklären. In dem Prinzen wächst das Misstrauen. Und als er erfährt, dass Aleta auf einem Turnier in Camelot dem Sieger als Braut winkt, gibt es für ihn kein Halten mehr. Er gibt sich als Ritter Gawain aus und reitet gegen Ritter Brack in die Schranken.

Meinung:
Die Verfilmung von Prinz Eisenherz ist schon gute 50 Jahre alt, allerdings ist sie sehr liebevoll umgesetzt und hält der fantasiereichen Vorlage von Hal Foster die Treue. Obwohl die Comics und die Verfilmung aus heutiger Sicht beinahe ein wenig kitschig anmuten, sind sie doch mit leichter Hand geschrieben bzw. inszeniert und huldigen dem klassischen Abenteuer, das nichts weiter will, als gut zu unterhalten. Diese Hürde nimmt der Film mühelos.

Robert Wagner mimt den jungen Heißsporn, dem Ehre und Gelübde über alles gehen und der schließlich sogar bereit ist, seine große Liebe zu opfern – für seine Familie und später für seinen Herrn. Robert Wagner stand damals noch am Anfang seiner Karriere und lange bevor er mit der Fernsehserie „Hart aber herzlich“ an der Seite von Stephanie Powers die Aufmerksamkeit der Zuschauer gewann, drückte diese Rolle ihm ihren Stempel auf.
In dieser Comic-Verfilmung hat Janet Leigh die Rolle der Prinzessin Aleta inne. Die Mutter von Jamie Lee Curtis war ebenfalls ein Hollywood-Star ihrer Zeit und hat wohl selten danach so reizend ausgesehen wie in diesem Film. Ihre harmlosen Liebesszenen mit Robert Wagner sind nicht nur äußerst rar, sie sind aus heutiger Sicht auch bemerkenswert unschuldig, was erfrischend ist, da beinahe kein Film mehr ohne die obligatorische Bettszene auskommt.
Als Bösewicht darf das schauspielerische Schwergewicht James Mason in die Rüstung steigen, der hier allerdings ein wenig unterfordert scheint. Viel hat er auch nicht zu tun, außer als Ritter Brack aalglatt zu sein und sich gemäß der Hofetikette durch jedes Hindernis zu bringen. Allerdings bringt er zudem noch das gute Aussehen mit, das einem Bösewicht im Film damals zustand, während die Standardbesetzungen heute einen Bösewicht zehn Meilen gegen den Wind erkennen lassen.

Die Verfilmung ist farbenfroh und nicht unbedingt bemüht, das Mittelalter sklavisch korrekt wiederzugeben. Angesichts der Sage um König Artus und seiner Tafelrunde wäre das auch vergebene Liebesmüh. Dafür ist die Handlung zeitlos gut und unterhaltend. Vergleicht man ihn mit Filmen neueren Datums wie "Ritter aus Leidenschaft" kann Prinz Eisenherz immer noch bestehen - auch ohne, dass Queen dazu rockt.
Denn Eisenherz bietet alles, was dazu gehört. Den jungen Abenteurer, die Romanze, die Intrige, die Freundschaft, die Kämpfe und zwei finale Auseinandersetzungen, einmal in Thule und zuletzt am Hofe König Artus’, wo sich Eisenherz gegen den Verräter Brack behaupten muss.

Fazit: Wer von dem Remake enttäuscht war (und wer war das nicht), sollte sich das Original unbedingt ansehen und diesen tollen Ritterfilm einfach nur genießen.

[ mn ]


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Prinz Eisenherz (1954)


 Geschichte
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: Hathaway, Henry
Musik: Waxman, Franz
Darsteller: Wagner, Robert
Leigh, Janet
Mason, James
Paget, Debra


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