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Startseite » Film » HISTORIE » Die drei Musketiere (1948)

HISTORIE: Die drei Musketiere (1948)

Ausgabe: Video
Produktion: 1948
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Inhalt:
D’Artagnan verlässt den heimischen Hof in der Provinz, um im fernen Paris sein Glück zu finden. Erfüllt von Ehre und Stolz, bekleidet mit bäuerlichen Stoffen, auf einem Pferd reitend, das schon bessere Tage gesehen hat, gerät bereits die erste Begegnung mit Menschen vornehmerer Herkunft zu Fiasko. D’Artagnan nützt es nichts seinen Degen gezogen zu haben. Ein Knüppel auf seinem Kopf beendet die Konfrontation ohne weitere Umschweife.
Als sich der junge Mann in Paris beim dem Hauptmann der Musketiere meldet, erblickt er wenig später jenen Mann, dem er die Schmach verdankt, niedergeschlagen worden zu sein. Er rennt dem Mann hinterher, jedoch verärgert er dabei durch sein Ungestüm drei Musketiere. Ehe er sich versieht, warten bereits drei Duelle auf ihn. Aber Duelle sind verboten und das Eingreifen der Garde Richelieus schmiedet die Duellanten zusammen. König Ludwig XIII. ist nicht erfreut über das Verhalten seiner Musketiere, allerdings ist er stolz darauf, dass sie über die Gardisten siegten. D’Artagnan und seine Freunde werden fürstlich belohnt. Der junge Mann wird sogar zum Musketier befördert.

Das neue Leben bringt allerlei Annehmlichkeiten mit sich: einen Diener, ein eigenes Quartier und feine Kleidung. Misstrauisch werden seine Freunde, als D’Artagnans Vermieter ihn auffordert in dessen Abwesenheit ein Auge auf seine Nichte zu haben. Sie gehöre zum Hof der Königin und habe demzufolge viele Feinde. Ohne besonderen Elan wirft D’Artagnan eines Abends einen Blick auf diese Zofe und ist fortan verzaubert. Wie es der Zufall will, muss er sie an diesem Abend tatsächlich vor einigen Rabauken retten, die in ihre Wohnung eindringen.
So stark und erfahren er im Kampf ist, so tölpelhaft begegnet er Constance, der Zofe der Königin. Doch gerade diese Art, das Herz auf der Zunge zu tragen, bezaubert Constance und sie verliebt sich in ihn.

Alles könnte für D’Artagnan nicht besser verlaufen, gäbe es nicht eine Intrige Kardinal Richelieus, die Königin vor ihrem Gemahl bloß zu stellen und ihre Affäre mit dem Earl von Buckingham zu offenbaren, einem erklärten Erzfeind Frankreichs.
Die Musketiere werden mit einer schwierigen Mission betraut, um diese Intrige zu vereiteln. Damit geraten sie in den Bannkreis von Mylady, einer geheimnisvollen, verruchten Frau, die zu Richelieus gefährlichsten Agenten gehört und über Leichen geht.

Meinung:
Persönlich finde ich, dass dieses Thema nie besser auf die Leinwand gebracht worden ist, obwohl sich diese Verfilmung nicht zur Gänze an die Romanvorlage hält.

Gene Kelly (D’Artagnan) verkörpert den jungen Mann, der Herausforderungen mit Eleganz und Wagemut angeht. Die Liebe macht ihn trunken, im Gefecht sieht ihn beinahe artistisch agieren. Sein breites Grinsen scheint für die von Dumas erfundene Figur wie geschaffen zu sein. Der erste Beweis seines Könnens im Kampf gegen die Gardisten ist ein cineastisches Kabinettstückchen, das es mit dieser Humorfülle in nachfolgenden Verfilmungen nicht mehr gab.

Darüber hinaus weiß der Film mit einer starken Besetzung aufzuwarten. Van Heflin (Athos) ist eindeutig die überragende Figur der drei Musketiere. Gig Young (Porthos) und Robert Coote (Aramis) werden durch ihn zwar nicht zu Statisten degradiert, aber sie hinterlassen stets den Eindruck, als komplettierten sie die Szenerie nur. Van Heflin gibt den verzweifelten Säufer, der seit Jahren der verlorenen Liebe hinterher trauert und weiß, dass diese Trauer niemals vergehen wird. Sein Hundeblick in der Trauer, das schelmische Gesicht während des Abenteuers, all das spielt er mit enormer Leichtigkeit.

Die dritte tragende Figur mag Lana Turner (Mylady) sein. Vielleicht ist sie nicht der Ausbund der Schönheit, wie er heutzutage langweilig besetzt werden würde, jedoch ist sie jene erfahrene Frauenfigur, die Männer, ganz gleich welchen Alters und ungefestigt im Charakter um den kleinen Finger wickelt. Kardinal Richelieu (Altmeister Vincent Price) ist ein gutes Beispiel dafür.

Der Film bietet mit vielen Einstellungen beinahe schon theatralische, gemäldehafte Bilder. Lana Turners Szenen in der Gefangenschaft Buckinghams während eines Gewitters erinnern fast an einen Vampirfilm, tragen jedoch sehr zur schönen Atmosphäre des Films bei.

Fazit: Ein echtes Schätzchen, das auch nach über 50 Jahren immer noch einen enormen Spaß macht. Und Zuschauer, die sich für Mantel und Degen Filme begeistern, kommen dieser Musketier-Variante nicht vorbei.

[ mn ]


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Die drei Musketiere (1948)


 Geschichte
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: Sydney, George
Musik: Stothart, Herbert
Darsteller: Kelly, Gene
Heflin, Van
Turner, Lana
Allyson, June


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THRILLER


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