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FANTASY: King Kong (1976)

Ausgabe: DVD
Produktion: 1976
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Das Expeditionsschiff der Petrox Ölgesellschaft befindet sich weit draußen im asiatischen Meer auf der Suche nach einem verschollenen Eiland. Wilson (Charles Grodin), der Leiter der Expedition, ist davon überzeugt, dass sich hinter dem Nebelschleier, der die Insel seit Jahrhunderten verbirgt, nicht nur eine Insel, sondern auch ein gewaltiger Ölvorrat versteckt.
Jack Prescott (Jeff Bridges), ein Anthropologe, der sich an Bord geschmuggelt hat, besitzt eine andere Theorie, die er auf verschiedene Vorkommnisse stützt. Er glaubt, ein riesiges Tier könne für den gewaltigen Ausstoß an Kohlendioxid verantwortlich sein.
Nach einem furchtbaren Sturm birgt die Expedition ein Schlauchboot. Dwan, eine junge Schauspielerin, ist die einzige Überlebende einer Jacht, die sich auf dem Weg nach Hongkong befand.

Bald erreichen die Expeditionsteilnehmer ihr Ziel. Dwan, die sich inmitten der reinen Männerbesatzung ungeteilter Aufmerksamkeit erfreut, darf mit an Land gehen. Wilson, der annahm, die Insel sei unbewohnt, wird eines Besseren belehrt. Eine riesige von Menschenhand gebaute Mauer aus Baumstämmen teilt die Insel in zwei Hälften. Ein Stamm Eingeborener fürchtet und verehrt ein unbekanntes Wesen jenseits des Walls. Als der Priester des Stamms Dwan erblickt, will er diese sofort als Opfergabe haben. Schüsse lösen eine Panik unter den Eingeborenen aus, so dass die Expedition wieder unbeschadet das Schiff erreicht.

Bagley (Rene Auberjonois), der Geologe des Unternehmens, will Wilson noch bremsen, doch dieser meldet bereits die ungeheuren Ölvorkommen auf der Insel nach Hause. Die im Eingeborenenlager gefundenen dickflüssigen schwarzen Pfützen können keinen anderen Ursprung haben.
Jack will vorher noch Forschungen anstellen, bevor die Ölbohrungen diese abgeschiedene Welt zerstören. Da wird Dwan von den Eingeborenen entführt. Sie wird als Braut vorbereitet. In tiefer Nacht locken die Trommeln den Gott aus den Tiefen des Waldes. Auf dem Radar des Schiffes bewegt sich plötzlich wieder ein großer Punkt auf den Wall zu. Als die Trommeln verstummen, hebt Dwan den von Rauschmitteln umwölkten Blick: King Kong, der Riesengorilla ist da.

Das Remake des Schwarzweiß-Klassikers von 1933 ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Es gibt ein paar kleine Abstriche. Charles Grodin in seiner Rolle als Fred Wilson geht ein wenig auf die Nerven und Jessica Lange überreizt zu Beginn die Rolle des naiven Dummchens Dwan ein wenig. Später allerdings beginnt der Zuschauer ihr dieses Verhalten zu glauben (vielleicht aus dem Wissen durch gewisse Boulevard-Nachrichten heraus, denn so manches Starlet übertrumpft die Figur Dwan bei weitem).

Jeff Bridges, hier noch jung, aber nicht unerfahren, belebt die Figur des Jack Prescott sehr gut. Die Konstellation des Wissenschaftlers, der sich in ein Starlet verliebt (und sie sich in ihn), eine Situation, in der zwei Welten aufeinanderprallen und sich abstoßen, ist treffend und glaubwürdig umgesetzt.
Als Nebendarsteller darf auch Rene Auberjonois nicht unerwähnt bleiben. In späteren Jahren durfte er relativ unkenntlich gemacht als Sicherheitschef Odo auf Deep Space Nine eine zweite Karriere starten.

Für die Musik zeichnet sich James Bond Soundtrack-Veteran John Barry verantwortlich. Sein Stil ist durch die Instrumentalisierung meist unverkennbar. Die Musik ist stets eingängig, aber nicht aufdringlich. Andere große Produktionen sind zum Beispiel die Soundtracks zu Der mit dem Wolf tanzt und Jenseits von Afrika.

Und da wäre noch Kong. Einen Riesenaffen darzustellen, ist keine einfache Aufgabe. In dieser Version von 1976 gelingt es erstaunlich gut. Abstriche müssen natürlich gemacht werden. Manchmal erscheint die mechanische Hand, die Jessica Lange in die Höhe nicht sehr belebt. (Gerüchte besagen, Jessica Lange habe zeitweise befürchtet, die Mechanik der Hand werde sie in der Tat erdrücken.) Die Ganzkörperaufnahmen, das Gebrüll, das Gesicht und viele andere Details entschädigen jedoch für diesen Ausrutscher.
Das Plakat des Films ist allerdings eine Mogelpackung. Nicht Düsenjäger bekämpfen Kong auf dem World Trade Center sondern Kampfhubschrauber. Diese reißerische Reklame sei den Machern verziehen. Guillermin hatte nicht die technischen Möglichkeiten, wie sie Emmerich für das Remake zu Godzilla zur Verfügung standen.

Unter dem Strich bleibt eine gelungene Mischung aus Abenteuer- und Fantasy-Film, der auch nach bald 30 Jahren immer noch Spaß macht.

[ mn ]


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King Kong (1976)


 Geschichte
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 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: Guillermin, John
Kamera: Kline, Richard H.
Musik: Barry, John
Darsteller: Bridges, Jeff
Lange, Jessica
Grodin, Charles
Auberjonois, Rene


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