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Startseite » Film » FANTASY » Conan der Barbar

FANTASY: Conan der Barbar

Ausgabe: DVD
Produktion: 1982
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Inhalt:
Ein verschneites Dorf in den tiefen Wäldern Cimmeriens. Das Leben ist hart, aber friedlich. Hier wächst der kleine Conan auf. Sein Vater hat ihm nicht viel mitzugeben. Sein wichtigster Ratschlag lautet: Vertraue keinem Menschen und keinem Tier. Dem einzigen, dem du vertrauen kannst, ist der Stahl.
Sehr bald schon bahnt sich eine Horde von Kriegern seinen Weg durch den Wald. Sie fallen über das Dorf her. Ein Großteil der Bewohner wird niedergemetzelt. Conans Vater stirbt unter den Bissen von Jagdhunden. Seine Mutter will den Jungen verteidigen, doch der hypnotischen Kraft des Anführers der Horde hat ihr Wille nichts entgegen zu setzen. Thulsa Doom tötet sie vor den Augen des kleinen Conan. Die Überlebenden, alles Kinder, werden in die Sklaverei geführt und verkauft.
Über die Jahre hinweg läuft Conan an ein riesiges Rad gefesselt ständig im Kreis. Die Zeit vergeht. Die anderen, die mit ihm schufteten, verschwinden nach und nach. Einzig Conan dreht weiter das Rad und wird stark. Eines Tages wird er weggeholt und zum Arenakämpfer ausgebildet. Er bringt einen Gegner nach dem anderen um, und die Menge jubelt. Endlich, nach so vielen Jahren, erfährt Conan Bewunderung.
Was keiner angesichts dieser Mordmaschine glauben mag, Conan hat nichts vergessen. Weder den Stahl, dem er sein Vertrauen schenkt, noch das Feldzeichen, das der Horde, die seine Eltern tötete, vorangeführt wurde.

Eines Tages lässt man Conan frei. Warum ist nicht sicher. Vielleicht halten ihn die Sklaventreiber für ein wildes Tier, welches nie gebändigt werden kann. Wie dem auch sei, Conan nimmt seine Suche auf. Auf seinem Weg trifft er einen Freund, den Dieb und Bogenschützen Subotai. Gemeinsam gelangen sie nach Zamorra. Und dort, nach einem halben Leben findet Conan die Türme des Schlangenkultes, der sich immer mehr über das Land ausbreitet. Nur halten Conan und Subotai nicht besonders viel von Kulten. Sie sind Diebe, und Diebe klettern in jedes Gebäude, in dem sie Schätze vermuten.

Meinung:
Dieser Film ist immer noch ein Fantasy-Knaller. Einfach in seiner Machart und der Wahl seiner Kulissen war es gerade die vermeintliche Echtheit der Umgebung, die ihn über die typischen kitschigen Magie und Schwert Filme hob.
Conan ist typische Pulp Fiction. Sein Erfinder Robert E. Howard hat ihn nicht als hochgeistige Literatur geschrieben. Conan ist ein Barbar, der zuschlägt und dann fragt. Er löst seine Probleme mit dem Schwert.

Der Film greift diese Mentalität auf. Dialoge sind absolute Mangelware. Und gerade, weil der Film sich so zurücknimmt, gewinnt er an Qualität. Selbst die Schweigsamkeit Conans, die ihm vielleicht aufgenötigt worden war, da Arnold Schwarzenegger bis dato nicht durch schauspielerische Qualität aufgefallen war. Was wirklich gefragt war, war eine Statur eines Mr. Universum, die Schwarzenegger reichlich mitbrachte. Seine Mimik erschöpft sich in einer Spanne von ernstem Gesicht bis besoffen grunzend. Trotzdem, oder eben deshalb, ist Schwarzenegger eine sehr gute Besetzung. Die wenigen Momente, die schauspielerische Leistung erfordern, bekommt er hin, so dass Conan doch als Mensch erscheint und seine Motivation unterstrichen wird, warum er immer noch die Mörder seiner Eltern jagt. Außerdem zeigen die Reaktionen seiner besten Freunde, Subotai und Valeria, dass er ein Mensch ist, der Respekt verdient.
Zwar gelingt nicht jeder Text (Subotai: Es ist Conan. Er kann nicht weinen. Deshalb weine ich für ihn.), aber das sind nur kleine Fehler.

Als Gegenspieler agiert das schauspielerische Schwergewicht James Earl Jones. Dieser Mann, der ein Lächeln zustande bringt, das seinen Gegenüber glauben lässt, er wolle es fressen, spielt Thulsa Doom, den Hohepriester des Schlangenkultes. Zwar agiert er nicht häufig in Szenen, aber wenn, dann beherrscht er sie. James Earl Jones lieh im englischen Original Darth Vader seine Stimme, weshalb, DVD sei Dank, man den Film auch hier im Original genießen sollte.

Nach heutigen Gesichtspunkten kann Conan der Barbar nicht neben der epischen Bandbreite eines Herr der Ringe bestehen, weder literarisch noch filmisch. Aber das muss er gar nicht. Es ist eine Barbarengeschichte, die eine ungeschminkte Welt zeigt, rau und brutal. Die Tricks sind nicht auf der Höhe der Zeit, trotzdem noch vertretbar, zudem sind sie nicht so dicht gesät, dass es negativ auffallen würde.
Wer sich daran trotzdem stört, wird vielleicht den gigantisch guten Soundtrack von Basil Poledouris als Ausgleich nehmen, der nie wieder eine bessere Arbeit abgeliefert hat.

Fazit: Der Urvater der Barbaren-Filme ist immer noch Top und zeigt, wie Filmemacher mit weniger Aufwand ein ungeheures Fantasy-Feeling auf die Leinwand bringen können.

[ mn ]


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Conan der Barbar


 Geschichte
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: Milius, John
Musik: Poledouris, Basil
Darsteller: Schwarzenegger, Arnold
Jones, James Earl
von Sydow, Max
Bergmann, Sandahl


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