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Startseite » Film » FANTASY » Der 13te Krieger

FANTASY: Der 13te Krieger

Ausgabe: DVD
Produktion: 1999
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Inhalt:
Der junge Araber Ahmed Ibn Fadlan (Antonio Banderas) verliebt sich in die falsche Frau. Der gehörnte Ehemann begibt sich zum Kalifen, der daraufhin den jungen Mann zum Botschafter in einem entlegenen nordischen Land erklärt. Das kommt einer Verbannung gleich. Gemeinsam mit seinem alten Freund Melchisidek gelangt Ahmed weit hinter die Ländereien der Bulgaren zu den Zufluchtsorten von Nordmännern. Kurz nach seiner Ankunft erreicht den Anführer der Nordmänner, Buliwif (Vladimir Kulich), der Hilferuf eines Königs. Unbekannte Wesen, Wendols, kommen mit den Nebeln und töten die Dorfbewohner.
Einer Prophezeiung zufolge machen sich 13 Männer auf den Weg, um dem König zu helfen, 12 Nordmänner und Ahmed Ibn Fadlan, der wenig begeistert davon ist, dass die alte Vettel, die Weissagerin, ausgerechnet auf ihn aufmerksam gemacht hat. Während der langen Reise versteht Ahmed zuerst kein Wort seiner Begleiter und ihr Respekt für ihn ist gering. Als er sie schließlich versteht, reagiert er zuerst auf eine Beleidigung und bricht sogleich einen Streit vom Zaun. Zu seinem Glück besitzen die Nordmänner eine ganz besondere Mentalität und ein Streit ist häufig durch ein Lachen zu schlichten.

Die Ankunft der Gruppe fällt mit einem gerade erfolgten Massaker an einer Familie zusammen. Der anfängliche Unglaube, ob es sich bei der Bedrohung tatsächlich um Wendols handelt, wird durch offensichtliche Anzeichen entkräftet. In der Nacht kommen die Wendols, ihre Köpfe und Tatzen sind die von Bären und sie rauben ihren Opfern die Köpfe. Nach dieser Nacht sind von der ursprünglichen Gruppe der Nordmänner noch 11 übrig. In den folgenden Auseinandersetzungen mit dem Feind werden die Männer weiter dezimiert, allerdings lüftet sich auch so manches Geheimnis. Die Feinde sind Menschen, doch ganz anderer Art. Auf den Rat einer weisen Frau hin dringen sie in ein großes Höhlensystem vor, wo die Mutter der Wendols beschützt von ihrem Stamm lebt.

Meinung:
Lange Zeit hat ein im finsteren Mittelalter spielender Film nicht mehr so viel Spaß gemacht. Sicher macht die Action einen großen Teil des Filmes aus, doch seltsamerweise ist diese nicht an den Haaren herbei gezogen oder aufgesetzt.
Basierend auf der Geschichte "Eaters of the Dead", 1976 erschienen, erzählt der Roman ein altes Original-Manuskript fort, das genau da aufhört, wo der Film beginnt. Das Wort Wendol bedeutet "schwarzer Dunst" und beschreibt jene Gestalten, die mit den Nebeln in der Nacht kommen und ihre Opfer schlicht aufessen. Ursprünglich erschien die deutsche Ausgabe des Romans unter dem Titel "Die ihre Toten essen", daraus wurde später "Schwarzer Nebel". Aus dem schmalen, gut erzählten Buch von Erfolgsautor Michael Chrichton wurde ein eigenständiger Film, der auf die altmodisch gehaltene Erzählart verzichtet und sich stattdessen an klassischen Abenteuerfilmen orientiert. Natürlich folgt der Film einer modernisierten Machart und hat nur noch wenig mit Klassikern wie "Die Wikinger" gemeinsam. Einzig der Auftritt von Omar Sharif ist eine Hommage an jene Zeit der großen Abenteuerfilme.

Wer von Regisseur McTiernan wegen seiner vorherigen Filme einen Actionfilm erwartet, dem nur die Schusswaffen ausgegangen sind, wird gewaltig getäuscht. Ohne die wirklich gut erzeugte Atmosphäre des Films, der prima Beschreibung seiner Charaktere, würde der aktionsgeladene Teil nicht die Wirkung erzeugen, die er möchte. Die Mentalität der Nordleute, der Rus, der Urahnen der Russen, ist gut eingefangen und steht zu jener der Orientalen in krassem Gegensatz.
Die Nordmänner sind schmutzig, brutal, sie trinken, aber sie lachen auch viel und ihre Freundschaft ist nicht mit Gold aufzuwiegen, wie Ibn Fadlan bald feststellen muss, der als "kleiner Bruder" unter ihre Fittiche genommen wird. Sie lassen ihm einerseits Zeit sich zu bewähren, andererseits schätzen sie wie Buliwif seine Fähigkeiten, wie etwa „Laute malen zu können“.
Diese Kleinigkeiten verleihen dem Film die nötige Tiefe, ohne den eigentlichen Handlungsstrang auch nur einmal außer Acht zu lassen. Wer Vergleiche ziehen möchte, darf es, angesichts der Anzahl der Kämpfer, auch als "Dreckiges Dutzend" im Mittelalter verstehen, denn letztlich handelt es sich hier um einen Kampfeinsatz. Diese Szenen sind einerseits zurückhaltend in ihrer Darstellung, scheuen allerdings auch nicht das eine oder andere drastische Bild, um den Horror zu unterstreichen, den der bis dahin auf diesem Gebiet unerfahrene Ibn Fadlan erlebt.

Fazit: Ein sorgsam inszenierter, spannender Action-Film im mittelalterlichen Gewand, mit eingestreuten Horror-Elementen. Antonio Banderas ist wirklich gut besetzt und vermittelt die Figur des Ahmed Ibn Fadlan glaubwürdig. Außerdem zeigen die wenig bekannten anderen Darsteller, dass es nicht grundsätzlich Stars braucht, um einen tollen Kinofilm zu drehen.

[ mn ]


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Der 13te Krieger


 Geschichte
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: McTiernan, John
Kamera: Menzies Jr., Peter
Musik: Goldsmith, Jerry
Darsteller: Banderas, Antonio
Kulich, Vladimir
Venora, Diane
Sharif, Omar


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SCIENCE FICTION
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