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COMIC: Superman Returns

Ausgabe: Kinofilm
Produktion: 2006

Heftige Erschütterungen lassen das alte Farmhaus von Martha Kent (Eva Marie Saint) erbeben. Eine Raumschiffkonstruktion geht auf ihrem Grund und Boden nieder. – Ihr Sohn Clark (Brandon Routh) ist zurückgekehrt.
Voller Hoffnung war Superman aufgebrochen, um vielleicht doch noch ein größeres Relikt von Krypton zu entdecken, nachdem irdische Wissenschaftler den früheren Standort von Kal-Els Heimatwelt ausmachten. Aber seine Suche war erfolglos. Ein Blick in den Fernseher reißt ihn auch nicht aus seiner Resignation. Immer noch gehen sich die Menschen gegenseitig an die Kehle. Zum guten Schluss soll seine alte Freundin (und heimliche Liebe) Lois Lane (Kate Bosworth) auch noch den Pulitzer-Preis erhalten: Für einen Artikel, der beschreibt, dass es die Welt auch ohne Superman geben kann. Zusätzlich hat Lois einen Mann, Richard White (James Marsden), und einen Sohn!
Und als würde das noch nicht ausreichen, muss Clark noch erfahren, dass sein alter Feind Lex Luthor (Kevin Spacey) wieder auf freiem Fuß ist, weil Superman während seiner Abwesenheit nicht zu einer Zeugenaussage erschienen ist.
Es ist wirklich nicht die Zeit für einen Neustart, wie es scheint.

Zuerst verhält er sich ruhig, schafft es sogar, seinen alten Job als Reporter beim Daily Planet zurück zu bekommen. Als ein Testflug eines neuen Shuttles zu einem Fiasko gerät, hält es ihn jedoch nicht mehr auf dem Barhocker. Superman macht sich auf den Weg. Die Rettungsaktion könnte dramatischer nicht sein – fulminant meldet sich Superman im Licht der Öffentlichkeit zurück und wird sogleich jubelnd empfangen.
Luthor teilt diese Begeisterung nicht. Er hat sich uralte Krypton-Technologie angeeignet. Damit möchte er einmal mehr seine Land-Pläne in die Tat umsetzen und gleichzeitig den Mythos Superman beenden. Dafür will Lex sogar Milliarden Menschenleben auslöschen.

Und Superman geht dem Verbrechergenie in die Falle.

Superman Returns - Und wie! Gleich zu Beginn darf der Zuschauer die Zerstörung Kryptons miterleben. Gleich darauf erfolgt ein musikalischer Auftakt, wie Fans es dank John Williams von den alten Filmen her kennen. Selbst die Schriftzüge tauchen fliegend wie dereinst in den Filmen mit Christoper Reeve auf - (Film-Nostalgiker dürfen ein kleines Tränchen verdrücken.). Regisseur Bryan Singer gab zugunsten von Superman den dritten Teil von X-Men ab. (Was erklärt, warum James Marsden alias Cyclops so schnell das Zeitliche segnete, denn er musste auch noch zum Set von Superman – ein Scherz, aber weiß man’s?)

Der neue Superman-Film besticht durch ausgefeilte Optik, Ton und eine Geschichte, die sich viel Zeit nimmt, um die Leinwand-Rückkehr von Superman regelrecht zu zelebrieren. Als Luthor mit seinen Kumpanen in die Festung der Einsamkeit eindringt, kann der Zuschauer noch einmal Marlon Brando als Jor-El auf der Leinwand sehen (Film-Nostalgiker dürfen noch einmal ein Tränchen verdrücken.).
Spacey hat nicht so ganz den Charme seiner Vorgängers Gene Hackman, aber den Wahnsinn der Figur bringt er ausgezeichnet auf die Leinwand. Eva Marie Saint hat eine kleine Rolle als Martha Kent (Cineasten dürften sie aus dem großartigen Hitchcock-Film Der unsichtbare Dritte kennen.) James Marsden liefert einen passablen Richard White ab, Lois’ Mann, bleibt jedoch austauschbar. Frank Langella, der schon als Dracula auf der Leinwand zu sehen war, besticht nicht zuletzt dank seiner imposanten Größe und des markanten Gesichts. Er verleiht der Figur des Perry White weitaus mehr Würde, als es sein Vorgänger Jackie Cooper tat.

Bleiben Brandon Routh als Superman und Kate Bosworth als Lois Lane: Beide sind sie relative Newcomer und trotzdem gelingt es insbesondere Routh den Part von Superman alias Clark Kent erstaunlich gut einzufangen.
Singer ist es auch wegen Routh’ Fähigkeiten gelungen, an die alten Filme (Superman 1 + 2) anzuknüpfen. Routh agiert als Kent mit einer ähnlichen Tapsigkeit, wie es schon Christopher Reeve gelang. Etwas mehr als 150 Minuten lang werden die Comic-Fans (und hoffentlich auch normale Zuschauer) in das DC-Universum entführt. Und doch gibt es keine Längen, steht die Unterhaltung und Spannung immer vorne an.
Es verwundert nur, dass Superman so jung ist: 5 Jahre war er verschwunden. Zur Zeit seines Verschwindens muss er eher Superboy gewesen sein. Mit Lois Lane verhält es sich ebenso. Aber das lässt sich wegen des filmischen Feuerwerks insgesamt verschmerzen.

Die Ausstattung, die sich bereits in kleinsten Details wie der Oberfläche von Supermans Dress äußert (was wegen seiner gedeckten Farben sehr gefällt), ist zur Gänze perfekt. Die Tricktechnik bietet alles auf, was möglich ist, weshalb aus Superman Returns ein halber Katastrophenfilm geworden ist, von dem sich sogar Poseidon noch eine Scheibe abschneiden kann. Dabei drängt sich die Technik nicht in den Vordergrund, sondern stützt die Geschichte.

Ich halte die Rückkehr von Superman auf die Leinwand für sehr gelungen. Hollywood nimmt seine Comic-Helden inzwischen sehr ernst. Das haben die Fans immer gewollt. Besser geht es kaum noch, oder?

[ mn ]


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Superman Returns


 Geschichte
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Regie: Singer, Bryan
Kamera: Sigel, Newton Thomas
Musik: Ottman, John
Darsteller: Routh, Brandon
Bosworth, Kate
Spacey, Kevin
Huntington, Sam


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