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COMIC: Hellboy

Ausgabe: Kinofilm
Produktion: 2004
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Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Der berüchtigte Rasputin (Karel Roden) hat von den Befehlshabern des untergehenden Dritten Reiches den Auftrag erhalten, noch eine Wendung im Kampf gegen die Alliierten herbeizuführen. Die Öffnung eines Tores zur Hölle scheint genau der richtige Weg dafür zu sein. Eine amerikanische Einsatzgruppe unter der Leitung des Zivilisten Trevor Bruttenholm, einem Spezialisten für Okkultismus, will eben das verhindern. Während der folgenden Kämpfe verschwindet Rasputin durch das Dimensionstor und das einzige, was von dort auf die Erde gelangt, ist ein kleiner roter Junge mit ebenso kleinen Hörnern auf der Stirn und einer übergroßen steinernen Hand.

60 Jahre später ist der kleine rote Junge zu einem ausgewachsenen Teufel (Ron Perlman) herangereift. Der inzwischen in allen Ehren ergraute Bruttenholm (John Hurt) hat Hellboy aufgezogen, dessen Wachstum langsamer verlaufen ist, als das eines Menschen. Nun gehört Hellboy zum Bureau for Paranormal Research und Defense, einer geheimen Einheit, die auf die Bekämpfung dämonischer Kräfte spezialisiert ist.
Der junge Agent John Myers (Rupert Evans), der der Einheit zugeteilt wird, hat wenig Zeit sich in sein neues Arbeitsumfeld einzugewöhnen. Rasputin wird von seinen getreuen Anhängern wieder zum Leben erweckt. Natürlich hat er nichts Besseres zu tun, als seinen Jahrzehnte alten Plan zu vollenden. In seinem Gefolge finden sich die absonderlichsten Kreaturen, angefangen bei einem uralten Nazi-Killer, der an dem Wahn leidet, sich selbst immer mehr verstümmeln zu müssen, endend bei einem Dämon, der bei jeder Tötung in zweifacher Ausführung zurückkehrt.
Hellboy wird zu einer Schlüsselfigur. An ihm liegt es, welche Zukunft die Erde erwarten wird.

Hellboy ist eine äußerst nett konstruierte Figur. Einerseits liebt sie junge Katzen (nicht zur Nahrungsaufnahme) und Chili (zur Nahrungsaufnahme), die Zigarre ist obligatorisch neben der überdimensionalen Faustfeuerwaffe. Seine Hörner hat er sich gestutzt, um weniger aufzufallen. So weit das mit roter Hautfarbe, einer Steinhand und einem Schwanz möglich ist.
„If there’s trouble all us freaks have, is each other.” (Abe Sapien)
Ron Perlman ist für seine Rolle als Hellboy geboren worden, jedenfalls macht er genau diesen Eindruck. Bekannt wurde er vor vielen Jahren mit der Fernsehserie „Die Schöne und das Biest“ an der Seite von Linda Hamilton. Eine Glanzleistung lieferte er als Salvatore in „Der Name der Rose“ ab. Einerseits engt sein markantes Äußeres seinen schauspielerischen Spielraum in der Traumfabrik Hollywood ein, andererseits füllt er die Nischen, die von Milchbärten wie Tom Cruise einfach nicht besetzt werden können. Wenn ein Vollprofi wie Perlman dann noch den Spielspaß an seiner Rolle auf die Leinwand übertragen kann, steht einem tollen Kinoabend für alle Comic-Begeisterten eigentlich nichts mehr im Wege.

Um es wirklich zu einem feinen Kinoerlebnis zu schaffen, müssen noch diverse andere Faktoren erfüllt sein. Die Nebendarsteller sind sehr wichtig. John Hurt trägt als gealterter Trevor Bruttenholm eine so feine Maske, dass er nicht mehr wieder zu erkennen ist. Andere Masken sind nicht ganz so dezent, aber ungleich effektvoller. Doug Jones in seiner Rolle als Abe Sapien musste ebenso wie sein Kollege Ron Perlman ein recht umfangreiches Makeup über sich ergehen lassen. In beiden Fällen hat es sich jedoch gelohnt. Unter dem Strich lässt die Ausstattung des Films neben der Spielfreude der Schauspieler keine Wünsche offen.
Zieht man als Zuschauer noch Aspekte wie Bilder, Rasanz, Dramatik und Musik in Betracht, wird man auch hier nicht enttäuscht.
Bleibt am Ende nur die Handlung. Das Böse ist wahrhaftig widerlich böse, das Gute ist nicht immer ganz so eindeutig bestimmbar, entscheidet sich jedoch für die richtige Seite und ist auch bereit, Opfer zu bringen. Unter dem Strich erlebt man eine liebevoll umgesetzte Comic-Verfilmung, die auch Hellboy-Erfinder Mike Mignola erfreut haben dürfte.

[ mn ]


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Hellboy


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Regie: del Toro, Guillermo
Kamera: Navarro, Guillermo
Musik: Beltrami, Marco
Darsteller: Perlman, Ron
Blair, Selma
Hurt, John
Evans, Rupert


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