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Startseite » Film » COMIC » Spider-Man 2

COMIC: Spider-Man 2

Ausgabe: DVD
Produktion: 2004
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Inhalt:
Peter Parker ist selbst als Pizzabote ein Versager. An der Uni läuft es auch nicht. Dr. Connors, einer seiner Dozenten, ist unzufrieden mit ihm und nicht nur er wundert sich über sein häufiges Verpassen von Terminen. Auch Mary Jane ist enttäuscht von Peters Verhalten, Versprechen zu machen und nicht einzuhalten.
Peters Kopf hängt nicht gerade in den Wolken, jedoch als Spider-Man dicht unter den Spitzen von New Yorks Wolkenkratzern. Aber dieses Leben, das seit nunmehr zwei Jahren währt, zerrt an seinen Nerven. Einerseits ist das Leben als Held ausfüllend und befriedigend, andererseits bleibt für seine Identität im realen Leben nicht mehr viel übrig. Da trifft es sich, dass er im Zuge einer Uni-Arbeit durch seinen Freund Harry Osborn dem Wissenschaftler Otto Octavius vorgestellt wird. Octavius arbeitet an einer unerschöpflichen Energiequelle. Das große Experiment steht kurz bevor.
Gemäß Murphys Gesetz geht natürlich schief, was nur schief gehen kann. Peter greift als Spider-Man und unterbricht die Stromversorgung zur experimentellen Apparatur. Im folgenden Chaos stirbt Octavius’ Frau und vier intelligente programmierte Greifarme, die Octavius zur Steuerung des Experiments benötigte, verschmelzen mit seinem Körper.
Und nicht nur das, die Arme entwickeln ein Eigenleben und beschützen Octavius fortan auf ihre eigene emotionslose Art.

Währenddessen verschlimmert sich Peters Zustand. Immer öfter versagen seine Kräfte, wenn er als Spider-Man im Einsatz ist. Sprungkraft, die Wände hinauf klettern und Netze spinnen, all das stellt nach und nach seinen Dienst ein. Peter ist sogar wieder auf seine Brille angewiesen.
Trotzdem nagt die Zerrissenheit an ihm. Mary Jane steht kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Sohn von Jonah Jameson, dem Verleger. Peter selbst muss dem Zwang widerstehen, nicht in jede brenzlige Situation einzugreifen, nachdem er sein Kostüm fortgeworfen hat, und er gesteht seiner Tante May, dass er sich schuldig fühlt an Onkel Bens Tod, weil er den späteren Mörder seines Onkels nach einem Raubüberfall laufen ließ, obwohl er ihn hätte aufhalten können.

Peter kann seiner selbst auferlegten Verantwortung nicht entkommen. Octavius, der inzwischen von Zeitung Daily Bugle mit dem griffigen Namen Dr. Octopus belegt wurde, will seine gescheiterten Experimente fortsetzen. Er schließt einen Pakt mit Harry Osborn, der Spider-Man nach wie vor für den Tod seines Vaters verantwortlich macht. Doc Oc soll Harry Spider-Man bringen, dafür erhält der durchgedrehte Wissenschaftler die nötigen Elemente für sein Experiment.
Peter kann nicht anders, er muss sich Octavius stellen, denn Mary Jane ist in seiner Gewalt.

Meinung:
Überaus ausdauernd nimmt sich der Film Zeit für eine ausführliche Beschreibung des Charakters hinter Spider-Man: Peter Parker. Die Ernsthaftigkeit mit der das Thema des Helden wider Willen behandelt wird, ist sehr selten in ähnlichen Verfilmungen zu beobachten. Zwar bieten vergleichbare Marvel-Umsetzungen wie die X-Men einen Ansatz dieser Art, doch in dieser Ausprägung wurde er noch nicht gezeigt. So vermisst der Fan vielleicht die spektakulären Szenen über weite Strecken, in denen Spider-Man zeigen darf, was er so alles kann.
Der Haken allerdings ist: Er kann nicht. Peters Kräfteversagen ist die beste Begründung. Eine Zeit lang will er und kann nicht, dann will er gar nicht mehr. Freilich ist es nicht so dramatisch wie eine grundsolide Literaturverfilmung, doch erfreulich ist anzumerken, dass Comic-Verfilmungen nicht mehr so auf die leichte Schulter genommen werden wie noch vor einigen Jahren und dass darauf geachtet wird, den Charakteren mehr Profil zu verleihen. In Spider-Man 2 gelingt das, manchmal gelingt es sogar zu gut, da der Zuschauer das Fehlen von Spider-Man vielleicht gar nicht vermisst, zumal Peter sein Kostüm nicht braucht, um ein Held zu sein, wie er beweist.
Andererseits reiht sich seine Romanze mit Mary Jane in eine lange Reihe der Geschichten, in welchen einer möchte, aber meint, nicht zu dürfen, weil es dem anderen nur schaden würde.

Die Trickeffekte bedürfen eines Lobes eigentlich nicht. Die Perfektion der Szenen spricht für sich. Und wo es zu wenig Spider-Man gibt, wird dafür genug Dr. Octopus gezeigt, um einen Ausgleich zu schaffen. Sein Auftauchen ähnelt zwar ein wenig dem T-Rex mit all dem vibrierenden Boden, aber sei’s drum. Es macht Spaß, sieht gut aus und trifft so mancherlei Szenerie aus der Comic-Vorlage.
Auch Alfred Molina, ansonsten ein ernsthafter Schauspieler, der mit Comics nichts am Hut hat, gibt den Dr. Octopus und zeigt, dass der Bösewicht für Schauspieler seiner Klasse – wie zuvor Willem Dafoe in Spider-Man – einen ganz besonderen Reiz ausübt. Sein Wandel zum Schluss mag ein wenig aufgesetzt wirken, die Zurückerlangung der Kontrolle über die Greifarme wenig spektakulär sein, aber das schadet der Gestaltung der Figur an sich nicht.

Hat jemand Stan Lee entdeckt? Er darf in einer Szene kurz eine Frau retten. Das ganze geht jedoch so schnell, dass er vielen entgehen dürfte. Einen weiteren, etwas längeren Auftritt darf Bruce Campbell absolvieren. Als Platzanweiser im Theater versperrt er Peter Parker den Weg. Sam Raimi vergisst seine Freunde offensichtlich nicht, mit denen er einst mit Tanz der Teufel einen Karrieregrundstein legte.
Fans wird es freuen, Dr. Connors entdeckt zu haben, der Spider-Man als Leguan Schwierigkeiten machen wird. Harry Osborn entdeckt das Vermächtnis seines Vaters, des Grünen Kobolds. Das legt einen guten Grundstein für den dritten Teil.

Fazit: Perfekte Comic-Unterhaltung, die für einen Kino-Abend einfach nur Spaß macht und selbst für Nicht-Comic-Leser Unterhaltungswert haben dürfte.

[ mn ]


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Spider-Man 2


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 Erotik


Regie: Raimi, Sam
Musik: Elfman, Danny
Darsteller: Maguire, Tobey
Dunst, Kirsten
Molina, Alfred
Franco, James


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