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Startseite » Comic » X-MEN » Die Ultimativen X-Men 19

X-MEN: Die Ultimativen X-Men 19

Verlag: Panini Comics
Heft-Nummer: 19
Ausgabe: Heft
Original-Titel: Blockbuster Part 3 + 4
Erschienen: 05 / 2004

Zündstoff 3 + 4

Inhalt:
Eine Rakete rammt sich Wolverine in den Bauch und schießt ihn mit sich durch die Luft mitten in eine Hauswand. So hat es jedenfalls von weitem den Anschein. Bevor die Rakete explodieren kann, schafft es der Mutant im letzten Augenblick, sich mittels seiner Krallen von dem Geschoß zu befreien.
Wer davon mehr als überrascht ist, ist Spider-Man. Sein Spinnensinn hatte nicht auf die Rakete reagiert. Doch auf die angreifenden Helikopter reagiert er in gewohnter Weise. Spideys Reaktion ist allerdings äußerst kindisch und wenig heldenhaft. Jedenfalls ist von einer kühlen Vorgehensweise eines Wolverine wenig zu spüren. Spidey ist sich dessen sogar bewusst. Zwar sucht er nach Wolverine, doch er kann ihn in den Flammen des brennenden Hauses nicht finden.

Wolverine versteckt sich ein weiteres Mal vor seinen Verfolgern. Dieser Stadtteil, der im Volksmund Hell’s Kitchen heißt, ist aber auch das bevorzugte Jagdrevier eines anderen Helden: Dare Devil. Und dieser beschützende Teufel kann es überhaupt nicht ausstehen, wenn unnötiger Ärger sein Revier bedroht.
Wolverine, der schon dachte, er habe nun einen erfahrenen, vor allem erwachsenen, Mitstreiter an seiner Seite, sieht sich jedoch getäuscht. Erneut tritt er den Verfolgern alleine entgegen und diese fahren starkes Geschütz auf. Ausgerüstet mit Adamantium-Körperpanzern und Geschossen aus dem gleichen Material, setzen sie ihm gehörig zu. Erst als die Anführerin der Verfolger testet, wie viele Adamantium-Kugeln es braucht, um Wolverines Schädel, der ebenfalls durch das Metall geschützt ist, zu durchdringen, lässt sich Dare Devil dazu herab, in den Kampf einzugreifen.
Als der Kampf dann losgeht, ist auch Spider-Man wieder mit seinem jugendlichen Ungestüm zur Stelle.

Meinung:
Einmal tief Luft holen, bevor es auf die Achterbahnfahrt geht, denn später ist dazu keine Zeit mehr. Die Handlung zu Zündstoff steigert sich zu einem ausgewachsenen Action-Thriller vom Feinsten.
Kann es sein, dass Spider-Man ein kleines Problem mit seiner zweiten Persönlichkeit hat? Selbstgespräche finden sich eher bei verwirrten Menschen und Spidey ist wohl der Held, der am meisten mit sich selber redet. Die Geschichte trägt dieser Verhaltensweise Rechnung, denn Spider-Man geht mit seinem Geschwätz seinem Umfeld, in diesem Fall Wolverine und Dare Devil, ziemlich auf die Nerven. Wer aber genauer hinsieht, wird feststellen, dass Spideys ständige Kalauer ein Ausdruck seiner jugendlichen Nervosität sind.
Er ist eben noch nicht so abgebrüht wie seine beiden Mitstreiter.

Helden unter sich. Das Trio, das sich hier der Leserschaft stellt, könnte sich nicht unterschiedlicher zusammensetzen. In Grundzügen ist Dare Devils Charakter dem von Wolverine nicht unähnlich. Aber entgegen dem Wolverine des normalen Marvel-Universums stellt er das Wohl Unbeteiligter über das von Helden, die verfolgt werden und zusätzliche Gewalt in sein Viertel bringen.
Und es ist deutlich, dass Dare Devil seine Probleme mit den beiden Kollegen hat. Wolverine ist für ihn jemand, der nach nassem Hund riecht und sich vielleicht auch so benimmt. Spider-Man ist für ihn ein unbedacht agierender Idiot.
Haben die Marvel-Comics generell in den letzten Jahren deutlich an Realismus zugelegt – na, nicht falsch verstehen – geht das ultimative Universum noch einen Schritt weiter. Auf der gleichen Seite zu stehen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle Helden gleich Friede-Freude-Eierkuchen-Freunde sind.
Diese Konstellation ist selbst bei dem großen Verlags-Konkurrenten DC nicht unbekannt. Selbst Superman musste sich von einem schwarzen Superhelden, der auch über ein bestimmtes Viertel wachte, ähnliches misstrauisches Verhalten gefallen lassen, ja, sogar dem Vorwurf begegnen, ein Rassist zu sein.
So weit geht Dare Devil nicht, allerdings ist die Konsequenz die gleiche: Die beiden Kollegen sollen sich aus seinem Viertel verziehen und anderswo Ärger machen.

Das Ende des zweiten Teils der Geschichte ist ein Cliffhanger, der für die nächste Folge eine noch schnellere Gangart verspricht.
Beide Daumen rauf für einen Comic, in dem Handlung und Gestaltung toll Hand in Hand arbeiten.

Bildquelle: Panini Comics

[ mn ]


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Die Ultimativen X-Men 19


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Autor: Mark Millar
Zeichner: David Finch
Inker: Art Thibert
Farbe: Dave Stewart


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