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SPIDER-MAN: Spider-Man 02

Verlag: Panini Comics
Heft-Nummer: 2
Ausgabe: Heft
Original-Titel: Intermezzo Number Two: You Want Pants With That?
Erschienen: 06 / 2004

Inhalt:
Intermezzo Nummer Zwei: Wie wär’s mit Hosen dazu?
Eigentlich soll es ein schöner Abend zu zweit werden. Peter Parker und Mary Jane haben viel zu selten Gelegenheit dazu. Aber Peter ist nicht so recht bei der Sache. Das piekfeine Restaurant geht ihm auf die Nerven und als wäre das nicht genug, gibt es draußen mal wieder Ärger. Peter schlüpft kurz in seine Zweitidentität als Spider-Man.
Andernorts hat ein kleiner Schneider ein Problem. Zu seiner Klientel gehören ausnahmslos Superhelden und –schurken. Diese wissen, dass sie mit seiner Diskretion rechnen können. Eines Tages jedoch erfährt er von einem bevorstehenden Mordanschlag. Er kann nicht zur Polizei gehen, da der Killer sofort wüsste, wer der Informant gewesen ist. Zelinsky, der Schneider, sorgt sich um seinen Enkel, um den er sich kümmern muss. Der einzige Ausweg, den er sieht, ist ein Superheld, der rein zufällig am Schauplatz des Verbrechens erscheint und dieses vereitelt, ein Superheld, der nicht zu seinen Kunden gehört: Spider-Man.

Spider-Man / Doktor Octopus: Negativ Entwicklung 2
Doktor Octopus sitzt in einer ausbruchssicheren Zelle im Gefängnis. Er hat einen Plan gefasst. Wenn schon nicht seine technischen Fähigkeiten einen Sieg über Spider-Man herbeizuführen, dann soll jemand anderes sein Werkzeug werden. Und Neid und Hass wird das Mittel zum Zweck sein.
Er ahnt, dass der Fotograf Peter Parker Spider-Man ist, und er weiß, dass ein Fotograf namens Jeffrey Haight diesem unerfahrenen Jungen seinen Erfolg wahnsinnig neiden muss.
Haight hingegen sieht wieder einmal seine Chance für gekommen. Der Geier ist unterwegs und hat eine Geisel genommen. Das ist ein Job für Spider-Man. Kein Peter Parker noch andere Fotografen sind in der Nähe. Diese Fotos sollen seine Arbeit endlich auf die erste Seite des Daily Bugle bringen. Und wieder wird nichts daraus.

Meinung:
Intermezzo Nummer Zwei präsentiert mit J. Michael Straczynski und John Romita Jr. ein eingespieltes und erfolgreiches Team. Der versierte Autor von Babylon 5 ist seit geraumer Zeit zur Freude der Fans für Spider-Man tätig. Er konnte mit seinem Einstands-Mehrteiler zeigen, dass er auch im Comic lange Geschichten mit Pfiff zu erzählen vermag. Darüber hinaus, wie es sich mit der kleinen Geschichte um den Schneider zeigt, ist er auch fähig sich kurz zu fassen. Er lässt in die vorliegende Geschichte ein gutes Stück Humor einfließen. Selten zuvor wurde Spideys Kostüm so offen kritisiert – Peter Parker hatte sich bei dem Entwurf wohl nicht so große Gedanken gemacht.
Wer weiß, vielleicht wird er sich des Schneiders Rat zu Herzen nehmen und tatsächlich einmal eine Wendejacke anziehen. Auch die Idee mit den Superhelden, die einen Schneider aufsuchen, ist ein netter Einfall. Vielleicht würde das Ding der Fantastischen Vier mit geplatzter Hose tatsächlich einen anonymen Schneider vorziehen, bevor es sich vor Johnny Storm lächerlich macht.

John Romita Jr. pflegt einen schönen europäischen – altmodischen – Stil. Er ist nicht ganz so ausgefeilt, wie es in späteren Comanche-Comics von Hermann und Greg zu sehen ist, aber ein derartiger Stil wäre auch eine Zeitfrage. So wirkt es mitunter, als habe Romita Jr. sich selber gebremst. Die Einfachheit der Zeichnungen schadet allerdings nicht, vielleicht ist es sogar gut, dass sie sich zurücknehmen, weil die Geschichte überzeugen kann und nicht durch absolute Spitzenzeichnungen aus einem Tief herausgerissen werden muss.

Die zweite Geschichte, eine Fortsetzung einer Episode aus Spider-Man 1, bietet auch für neue Leser einen leichten Neueinstieg. Alte Fans werden sich über den Gastauftritt des Geiers freuen, der ganz klassisch gezeichnet ist. Der Neueinstieg fällt deshalb so leicht, weil es eine Brückenhandlung ist, eine die einen Ansatzpunkt für Doktor Octopus liefert, damit er endlich seinen Plan umsetzen kann.
Auf diese Art kann Autor Brian K. Vaughan eine kleine Hommage an das Schweigen der Lämmer einbauen, als Doc Ock sich dem verzweifelten Fotografen im Hochsicherheitstrakt in seiner Zelle hinter einer Panzerglasscheibe präsentiert.
Staz Johnson, der Zeichner, arbeitet ausgefeilter als sein Kollege Romita. Welcher Stil nun besser ist, ist eine Geschmacksfrage des Lesers. Unter dem Strich würde ich sagen, dass sie beide den Wandkrabbler sehr liebevoll zu Papier bringen.

Das Konzept, eine Einzel- und eine Fortsetzungsgeschichte in einem Band unter zu bringen, finde ich sehr gelungen. Es ist besser als die ständigen Fortsetzungen, die Neulingen den Einstieg erschweren.
Fazit kann nur sein, dass es sich um eine klasse Comic-Unterhaltung handelt, die besonders durch ihren Humor der ersten Geschichte besticht.

Bildquelle: Panini Comics

[ mn ]


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Spider-Man 02


 Geschichte
 Bilder
 Farbe
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Autor: J. Michael Straczynski
Co-Autor: Brian K. Vaughan
Zeichner: John Romita Jr.
Co-Zeichner: Staz Johnson
Inker: Scott Hanna
Co-Inker: Danny Miki
Farbe: Matt Milla
Co-Farbe: Matt Yackey


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