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SPIDER-MAN: The Amazing Spider-Man

Verlag: Panini Comics
Heft-Nummer: 3
Ausgabe: Heft
Erschienen: 2004

Best of Marvel 3

Inhalt:
Eines Nachts ist Spider-Man wieder einmal über den Dächern New Yorks unterwegs, als er erstaunt feststellen muss, dass er nicht der einzige ist, der an Häuserwänden hinauf turnen kann. Ein Fremder folgt ihm und gibt sich sehr geheimnisvoll, verhüllt sich jedoch nicht und tritt in ganz normaler Straßenkleidung auf. Was Ezekiel, den Fremden, interessiert, ist recht einfach – und auch wieder nicht. Warum erhielt Spider-Man seine Kräfte? War es, weil die Spinne, die Peter Parker biss, verstrahlt war? Oder war es, weil sie ihre Kräfte, die bereits vorhanden waren, weitergeben wollte, bevor sie an der Verstrahlung starb? Oder besaß Peter die Kräfte bereits und der Biss der Spinne aktivierte sie nur?
Eine nicht unerhebliche Fragestellung für Peter, der sich nie irgendwelche Gedanken darüber gemacht hat. Der Fremde verschwindet alsbald wieder und lässt Peter Parker mit seinen alltäglichen Problemen zurück. Er bewirbt sich für eine Stelle an einer Schule und muss sich dort an seinem ersten Tag mit einem jugendlichen Amokläufer auseinandersetzen. Dies ist nicht der Ort, den er in Erinnerung hatte. Die Kinder sind kaum am Unterricht interessiert, die Lehrer haben resigniert. Über diesen Problemen wendet sich Ezekiel wieder an ihn und informiert Peter über eine heraufziehende Gefahr. Menschen wie Peter, Träger ganz besonderer Kräfte, stellen für bestimmte Wesen seit Jahrhunderten eine wichtige Jagdbeute dar, denn sie saugen ihren Opfern die Lebensenergie aus. Einer davon ist Morlun und bereits in New York. Spider-Man soll sein nächstes Opfer sein.

Ezekiel bietet Peter an, ihn zu verstecken. Peter lehnt ab. Ein Fehler, denn bald schon begegnet ihm Morlun, gekleidet wie Gentleman und wehrhaft wie das Ding. So sehr sich Spider-Man auch verteidigt, so sehr er auch auf den Fremden einschlägt, er hat keine Chance. Zunächst sucht er sein Heil in der Flucht, aber Morlun gibt nicht auf. An diesem Punkt kann auch Ezekiel nicht mehr helfen. Der Jäger hat seine Beute aufgespürt. Ein Versteck würde nichts mehr nützen. Sein schlechtes Gewissen treibt Ezekiel an, Peter aktiv zu helfen. Im Kampf gegen Morlun verliert er sein Leben. Nun muss sich Peter dem scheinbar Unbesiegbaren ganz alleine stellen.

Meinung:
J. Michael Straczynski (Babylon 5) ist inzwischen sehr versiert auf dem Gebiet der Comics unterwegs. Sein Talent, lange Handlungsbögen zu kreieren, kommt ihm hierbei wirklich zugute und es hat den Anschein, als habe er nie etwas anderes gemacht.
Im Team mit Zeichner John Romita Jr. entstand eine faszinierende Episode aus dem Leben des Netzschwingers, an deren Ende eine seit langem fällige Erkenntnis steht. Der Rahmen der Geschichte ist klassisch aufgebaut. Eine schöne ausführliche Einleitung beleuchtet Fragen, die sich Spider-Man nie stellte und rüttelt so ein bißchen an der heiligen Kuh des Helden, der aus heiterem Himmel entsteht, was dann in der Folge nie wieder hinterfragt wird. Entgegen manch anderer Geschichte von Spidey, wie auch jüngst in der Verfilmung Spider-Man 2, nimmt Peters Privatleben nur einen kleinen Teil der Geschichte ein. Und der Kampf mit Morlun nimmt ihn stärker mit als manch andere Auseinandersetzung. So lüftet sich zum Schluss einer weiteren Person die wahre Identität von Spider-Man, schlicht, weil er zu erschöpft ist, es zu bemerken.

John Romita Jr., der Zeichner der vorliegenden sechsbändigen Zusammenfassung, hat einen Stil, der ebenso unverwechselbar ist wie z.B. der von George Perez (u. a. Die Rächer). Wollte man die Stilrichtung beschreiben, ist sie vielleicht ein wenig Manga-ähnlich, aber nur in Ansätzen, da sie wirklich absolut eigenständig ist.
Die Zeichnungen mögen gewöhnungsbedürftig erscheinen, doch auch gerade das, der leicht experimentelle, skizzenhafte Charakter der Zeichnungen gefällt recht schnell und trägt wunderbar zur Darstellung der Geschichte bei.

Der Sammelband schließt mit einer Geschichte ab, für deren Umsetzung es hoffentlich nie wieder einen Anlass gibt: Der 11. September aus der Sicht der Superhelden und derer, die an diesem Tag zu Helden wurden. Ja, Marvel hat sich sogar hinreißen lassen, allseits bekannte Bösewichter wie Dr. Doom und Magneto zum Unglücksort eilen zu lassen. Jene, die sonst nur Unheil bringen, trauern nun – seltsamerweise. Vielleicht hätte das ausgespart werden sollen, denn diese Figuren haben so viele Unschuldige auf dem erfundenen Gewissen, dass diese Katastrophe sie wohl kaum anrühren würde. Sei’s drum. Die Comics trauern auf ihre Art mit. Man mag es albern finden oder auch anstößig, wenigstens bleibt zu hoffen, dass sich terroristische Akte dieser Art nie wieder ereignen.

Bildquelle: Panini Comics

[ mn ]


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The Amazing Spider-Man


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Autor: J. Michael Straczynski
Zeichner: John Romita Jr.
Inker: Scott Hanna
Farbe: Dan Kemp
Co-Farbe: Avalon Studios


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