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Startseite » Comic » FANTASY » Mystic #18

FANTASY: Mystic #18

Verlag: Crossgen
Heft-Nummer: 18
Ausgabe: Heft

"Giselle? Was soll denn ..."
"Schht! – TA DAA!"
"Und wie bitte soll uns dein Büstenhalter helfen?"

Endlich erfährt Giselle, dass die Geometer-Gilde seit alter Zeit, ebenso lange wie die Magie, existiert. Den Geometern gelang es, die Magie von der Welt wieder abzuschneiden. So kann denn Giselle aus ihrer Zelle heraus nur zuschauen, wie die berüchtigten Architekten der Equar einen Pakt mit dem Geometer-Meister zu seinem Ende bringen, der seine Macht endgültig festigen soll.

Aber Giselle hat jenen jugendlichen Übermut, der sie nicht aufgeben lässt. Ihr Büstenhalter ist nur ein Mittel zur Befreiung aus dem Schlamassel.
Und endlich, nach so langer Zeit und so vielen Schwierigkeiten haben die alten Geister der Gildemeister abgrundtiefen Respekt vor Giselle und wünschen ihr aus ganzem Herzen Glück.

Sexistisch oder nicht, es muss einfach gesagt werden: Könnte Hugh Hefner sich selber Frauen ausdenken und zeichnen, würden sie so aussehen wie jene, die Paul Pelletier zu Papier bringt. Pelletier ist darüber hinaus ein Gott des Stiftes. Aaron Lopresti ist ebenfalls sehr gut, aber Pelletier hat einen Stil entwickelt, der sofort wieder zu erkennen ist. Der Stil ist zwar äußerst realistisch, aber er besitzt auch etwas von einem Cartoon. Alle seine Figuren sind einfach wunderschön, besser gesagt, absolut überspitzt gezeichnet und so viel Schönheit auf einem Fleck ist eigentlich schon eine Karikatur.
Lopresti hingegen arbeitet mit sehr feinen Strichen und hat zuweilen etwas Zerbrechliches an sich. Es steht außer Frage, dass er auch ein Könner ist. Seine Arbeiten finden sich u. a. in diversen Spawn-Ableger-Heften und Serien.
Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was er besser findet. Einen qualitativen Einbruch gibt es im ganzen vorliegenden Band nicht.

Die Auflösung der Geschichte kommt nicht nur mit aller Macht sondern auch mit einer solch großen Portion Humor, wie man es kaum mehr erwartet hätte. Im letzten Band mussten wir erfahren, dass Comicfiguren auch mal „müssen“ und dass die Gerüche, die dabei entstehen, ebenso unangenehm sind wie im wirklichen Leben.
Wie eine Frau sich einen Büstenhalter unter der Bluse auszieht, kannte man bisher nur aus Komödien, vielleicht noch aus einem Bond-Film. Hier macht sich Giselle die Mühe, nur um den BH anschließend auseinander zu nehmen, damit sie die eingearbeiteten Drähte als Dietrich benutzen kann, um aus der Zelle zu entkommen.
Der Trick, mit dem der Meister der Geometer-Gilde überwältigt werden soll, scheitert kläglich. Giselle steht verraten mit erhobenem Schlagwerkzeug hinter einer Tür und kommt sich vor wie ein Idiot. Die spätere Szenerie, in der sie Ohrfeigen mit dem Gildemeister tauscht, hätte ebenso gut den Erfindern der drei Stooges einfallen können.

Insgesamt weiß die Auflösung der Geschichte zu gefallen. Es geben sich ein paar altbekannte Charaktere ein Stelldichein, die immer wieder gerne gesehen sind – nicht zuletzt wegen der tollen zeichnerischen Ausführung.
Leider wird nicht jede Frage zum Schluss geklärt. So erfahren wir nicht, was aus dem Volk der Dark Magi wird. Der Meister der Geometer-Gilde tötet es, der Meister der Dark Magi erweckt es wieder zum Leben. Ein komplettes Volk aus Untoten ist ungewöhnlich genug und hätte eine Pointe verdient gehabt.

Das letzte Drittel der Geschichte ist eine Art Epilog. Die Meisterin der Tantra-Gilde, die gleichfalls mit dem Meister der Geometer paktierte, ist geflohen und muss ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. So gut dieser Abschnitt auch gezeichnet ist (Paul Pelletier), hinkt dieser Teil ein wenig hinter dem tatsächlichen Schluss der Sequenz her. Allerdings hat Autor Tony Bedard auch eine kleine Meisterleistung vollbracht in dieser äußerst phantasievollen und wendungsreichen Gesamthandlung. Deshalb sei ihm dieser kleine Durchhänger verziehen.
Abgesehen davon legt er noch einen so genannten Cliffhanger nach: Eine Unbekannte erscheint auf Giselles Heimweg und fordert das Mal der Gezeichneten zurück.

Fazit: Wirklich spitzenmäßig! Eine etwas andere Fantasy, wie sie in Romanen ihresgleichen sucht, mit Mut zum Humor, schönen Frauen, Zaubereien, sprechenden tierischen Mentoren, Monstern und Untoten. Was will man mehr? :-)

[ mn ]


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Mystic #18


 Geschichte
 Bilder
 Farbe
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Autor: Tony Bedard
Zeichner: Aaron Lopresti
Co-Zeichner: Paul Pelletier
Inker: Matt Ryan
Co-Inker: Roland Paris
Farbe: Wil Quintana
Co-Farbe: Richard und Tanja Horie


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