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FANTASY: Crossgen Chronicles #4

Verlag: Crossgen
Heft-Nummer: 4
Ausgabe: Heft
Erschienen: 2003

Der vorliegende Band enthält 5 Kurzgeschichten aus den Crossgen Serien Mystic, The First und Saurians.

Wiederaufbau
(Spielt vor den Ereignissen von Mystic # 11.)
Gildemeisterin Giselle Villard steht auf der Ruine einer uralten Kathedrale. Ein Kampf hat das einstmals stolze Gebäude zerstört. Traurig betrachtet Villard die Trümmer. Selbst der dem Gebäude angeschlossene Garten hat die gewalttätige Auseinandersetzung nicht überstanden. Einzig eine Rosenblüte hat ihre Makellosigkeit bewahrt.
Ein Gespräch mit ihrem alten Lehrer Julian bringt sie auf eine Idee. Natürlich könnte eine neue Kathedrale gebaut werden. Aber ebenso könnte man das Gebäude mit ein wenig Hilfestellung auch wieder auferstehen lassen. Sie bricht auf für einen Besuch zu den Equar Architekten. Diese einzigartigen Baumeister mit einem überbordenden Sinn für Perfektion sollen ihr helfen. Doch umsonst arbeiten die Architekten nicht – sie verlangen eine Gegenleistung.

(Geschichte ohne Namen)
(Die Rahmenhandlung spielt vor den Ereignissen von Mystic # 11.)
Einstmals, vor dem ersten Kampf gegen die machtvolle Animora, existierten acht Gilden auf Ciress. Gildemeister Lecavalier von den Nouveau steht im ständigen Streit mit den Meistern der anderen Gilden. Intrigen und Kämpfe bestimmen das tägliche Leben auf Ciress und irgendwann werden die Zwiste, so Lecavaliers Einschätzung, Ciress’ Untergang sein. Aber es keimt ein Funken Hoffnung, eine Romanze zwischen Lecavalier und Nalia, Gildemeisterin der Taroc. Doch niemand darf von dieser Bindung erfahren. Die anderen Meister könnten dieses romantische Bündnis als Bedrohung auffassen und sich gegen ihre beiden Gilden verbünden.
Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse eröffnet sich den zerstrittenen Parteien eine Bedrohung, mit der keiner der Protagonisten gerechnet hat. Auf dem dritten Mond von Ciress erwacht Animora, ein altes Wesen von unglaublicher Macht, die selbst die geeinten Kräfte der Gildemeister in den Schatten stellt. Animora sucht einen Weg in ihre Heimat und die Energien von Ciress sollen ihr helfen, ein Portal zu öffnen. Animoras Ultimatum zwingt die Gildenmeister zu einer Entscheidung. Entweder sie bündeln ihre Kräfte, oder sie werden alle untergehen.

Ingras Kummer und Der Rat des Mentors
(Spielt vor den Ereignissen aus The First # 3 und # 6.)
Ingra blickt in die Vergangenheit und bedauert ihre Entscheidung, ihre Starrköpfigkeit, die ihr den Verlust ihres Geliebten Pyrem einbrachte. Und sie bedauert, ihm niemals von ihrer gemeinsamen Tochter erzählt zu haben. Gerade in diesen Tagen könnte sie Hilfe bei der Erziehung der Tochter gebrauchen. Sie ruft Wyture, eine Helferin des Hauses Sinister, dessen Herrin Ingra ist. Wyture soll die Tochter ausspionieren, aber Wyture weigert sich. Ingra beschließt der aufsässigen Wyture eine Lektion zu erteilen. In der folgenden Auseinandersetzung entdeckt Ingra ihre Grenzen.

Saurians – Unnatural Selection # 1
Es herrscht Krieg zwischen Saurianern und Menschen. Einer der Saurianer ist fern seiner Truppen und verbirgt sich vor einer nahenden Patrouille der weichen Säuger. Unter Wasser erwartet der Saurianer die feindlichen Soldaten und greift sie aus dem Hinterhalt an. Nach dem ersten Angriff gelingt ihm die Flucht, denn der Feuerkraft seiner Gegner hat er nichts entgegen zu setzen. Die Flucht ist sein Glück. Nach einer rasanten Achterbahnfahrt durch einen rauschenden Fluss, bringt er eine Waffe der Menschen in seine Hände. Das Blatt wendet sich zu seinen Gunsten – doch nicht für lange. Die Menschen erzählen ihm von fürchterlichen Wesen, die des Nachts auf die Jagd gehen. Wahllos schlagen sie ihre Beute und nichts kann diese Bestien aufhalten. Fortan sind Saurianer und Menschen aufeinander angewiesen, wenn sie überleben wollen.

Meinung:
Crossgen zeichnet sich allgemein durch hochwertig qualitativen Standard seiner Zeichnungen aus. Die Chronicles machen da keinen Unterschied. Was die Arbeit der Autoren betrifft, gibt es jedoch deutliche Höhen und Tiefen.
Die Geschichten, die in Crossgen Chronicles # 4 deutlich abfallen sind jene der First Serie. In einer größeren Rahmenhandlung mögen sie eine Berechtigung haben, als allein stehende Handlung ist gerade „Ingras Kummer“ sehr schwach. Mit „Der Rat des Mentors“ verhält es sich ebenso, dafür sind die Bilder einfach bombastisch gut und technisch in Zeichnung und Farbe einfach perfekt. Ein wenig erinnert der Zeichenstil, in dem die weiblichen Protagonisten ausgeführt sind, an Michael Turner (Witchblade, Fathom) oder Andy Park (Tomb Raider). Dieser Umstand versöhnt mit den Episoden aus „The First“.

Auf Platz 2 liegen die Geschichten aus dem Mystic-Universum. Sie haben das, was den Episoden aus „The First“ fehlt. Einen guten Auftakt, straffe Erzählweise und ein stimmiges Ende. Die Mystic-Geschichten lassen sich lesen, ohne dass die Handlung der Serie bekannt sein muss. Die Episode „Wiederaufbau“ besitzt ein augenzwinkerndes Ende, das rückblickend betrachtet nicht eben unerwartet ist. Erfreulich ist auch, dass sie als einzige Geschichte des vorliegenden Bandes ohne Gewalt auskommt – was ihren Unterhaltungsgehalt keinesfalls schmälert.
Die zweite Mystic-Geschichte um den Kampf gegen Animora kommt da schon actionbetonter daher. Allerdings hat sie mit George Perez auch einen versierten Zeichner, der für die Marvel-Serie „Die Rächer“ lange Zeit bewiesen hat, dass er eine Vielzahl von Charakteren selbst in den aufwendigsten Szenarien herausarbeiten kann. Kurz, knackig schnell und nicht ohne Tiefgang, so könnte man die zweite Mystic-Geschichte unterschreiben.

Auf Platz 1 liegt die Kurzgeschichte aus dem Saurians-Universum. Der Hintergrund der Geschichte ist prall gefüllt, der Hauptcharakter der Geschichte, der Saurianer, sehr gut in Szene gesetzt. Wer ein wenig in SF-Filmen bewandert ist, wird vielleicht „Enemy Mine“ von Regisseur Wolfgang Petersen kennen. Darin stranden ein Mensch und ein Draconier auf einem unwirtlichen Planeten und sind entgegen aller Feindschaft aufeinander angewiesen, um zu überleben. Die Ausgangssituation ist bei „Saurians – Unnatural Selection“ ähnlich. Allerdings ist die Comic-Handlung ungleich härter, was direkt die dritte Seite der Geschichte beweist. „Saurians“ kann nicht mit einem versöhnlichen Ende aufwarten, wie es „Enemy Mine“ konnte. Das Fazit der Geschichte ist bitter und lässt die Menschen in einem ganz schlechten Licht erscheinen.

Eigenes Fazit: Insgesamt ist Crossgen Chronicles # 4 gut lesbar und unterhält. Mindestens drei Episoden von fünfen ragen heraus und haben wirklichen Kurzgeschichtencharakter. Bild- und Druckqualität sind gut, was auch keine Selbstverständlichkeit ist.
Auf einer Skala mit dem Höchstwert 10 erhält der vorliegende Band eine gute 7,5.

[ mn ]


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Crossgen Chronicles #4


 Geschichte
 Bilder
 Farbe
 Anspruch
 Humor
 Gewalt
 Erotik


Autor: Ron Marz
Co-Autor: Barbara Kesel
Zeichner: George Perez
Co-Zeichner: Andrea Di Vito
Inker: Pablo Marcos
Co-Inker: Drew Geraci
Farbe: Mike Garcia
Co-Farbe: Chris Garcia


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